Rambus-Lizenzgebühren höher als erwartet
Nächste NewsDer Patentstreit von Rambus gegen Infineon bringt überraschende Neuigkeiten zu Tage. Erst gestern berichteten wir davon, dass sich 54 von 57 Anklagepunkten für Patente an DDR SDRAM als haltlos erwiesen. Nun mussten Rambus-Repräsentanten die Zahlen für die Lizenzgebühren offen legen.
Demnach verlangt Rambus 3,5 Prozent für DDR SDRAM, 0,75 Prozent für Standard-SDRAM und 1 bis 2 Prozent für RDRAM. Ungewöhnlich bei dieser Praxis ist, dass für DDR SDRAM mehr verlangt wird, als für die eigene Rambus-Technologie.
Rambus-Lizenzen werden momentan auf die Hälfte der weltweit verkauften Speichermodule erhoben. 90 Prozent entfallen dabei SDRAM, der Rest auf RDRAM und DDR SDRAM. Bei weltweit 130 Millionen verkauften PCs kommt für Rambus eine stattliche Summe zusammen.
Im Speichermarkt geht es um jeden Cent. Deshalb haben sich die Firmen Infineon, Hyundai und Micron für einen Streit vor Gericht entschieden. Besonders bei dem offenen SDRAM-Standard sieht die Lage für die Speicherhersteller jetzt besser aus: Das Beispiel Infineon zeigt, dass Rambus Lizenzgebühren für Technologien verlangt, die Infineon (vormals Siemens Halbleiter) schon seit 1990/91 einsetzt, Rambus aber erst 1999/2000 lizenzieren ließ.
Quelle: Tom's Hardware
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