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19:00 - 29/03/2000 von Patrick Schmid

Durchdachte Upgrades sind oft billiger als der Neukauf eines Komplett-PCs, der Organisationsaufwand ist jedoch höher. Wenn Sie also etwas Zeit und Muse mitbringen, dann lohnt sich meist der Austausch einer PC-Komponente.

Klarer Sieger dieses Vergleichs ist der Prozessor. Das Aufstocken von 266 auf 466 MHz für circa 230 Mark macht unseren Test-PC in manchen Bereichen fast doppelt so schnell. Im Durchschnitt liegt die Leistungssteigerung bei ungefähr bei 30%. Achten Sie bitte immer auf den richtigen Sockel, gegebenenfalls auf ein aktuelles BIOS sowie die Spannungsversorgung (bei K6-Modellen) und die möglichen Multiplikator-Einstellungen auf dem Motherboard. Auch die Investition in Speicher ermöglicht stressfreies Arbeiten, da der PC seltener auf der Festplatte herumrühren muss. Für die meisten Windows-98-User sind 128 MByte RAM ausreichend. Derzeit bezahlt man für 64 MByte Speicher etwa 150 Mark fällig - ein akzeptabler Preis.

Wer an eine neue Grafikkarte denkt, sollte sich genau überlegen, zu welchem Zweck diese Investition nötig sein soll, denn die Preise liegen in Relation zur Mehrleistung deutlich höher. Wie der Test gezeigt hat, müssen neue Modelle nicht zwangsläufig besser und schneller sein als ältere. Wenn Sie hingegen ein Uralt-Modell ohne oder nur mit rudimentären 3D-Funktionen besitzen, dann lohnt sich ein Neukauf für Spielefreunde. Voodoo2-Besitzer (besonders diejenigen mit SLI-Zusammenschaltung) können unseres Erachtens sogar auf ein Grafikkarten-Upgrade verzichten, wenn nur gelegentlich gespielt wird.

Der Austausch einer Festplatte ist nur dann interessant, wenn Platzmangel besteht. Wenn Sie mehr Leistung benötigen, sind Sie mit einem Prozessor oder mehr Speicher besser bedient. Nur wenn die alte Festsplatte aus allen Nähten platzt, ist diese Investition empfehlenswert. Im Falle einer Anschaffung denken Sie mal über folgendes Szenario nach: Verwenden Sie die neue und schnellere als Erstlaufwerk für Betriebssystem und Applikationen. Ihre alte Festplatte lässt sich noch ideal als zweites Speichermedium für Ihre Dateien einsetzen. Eine Neuinstallation des Betriebssystems und Ihrer Anwendungen ist zwar zeitaufwendig, Sie schleppen aber dafür keinen Datenmüll von der alten Festplatte ein und Sie profitieren meist von einer besseren Performance.

Zum Abschluss können wir Ihnen nur noch viel Spaß beim Upgrade wünschen. Dennoch sollten Sie diese Hinweise beachten: Jedes Upgrade birgt ein gewisses Risiko. Schauen Sie sich deshalb nach einem kompetenten und kulanten Händler um. Inkompatibilitäten sind keine Seltenheit. Im Notfall sollten Sie ein Teil entweder umtauschen oder zurückgeben können, um Fehlinvestitionen zu vermeiden.

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