19:00 - 14/06/2000 von Patrick Schmid

Board Revision: 1.02


BIOS Version: 1004

Viele Leser hatten uns beim Test vom 26.5. nach dem Verbleib des CUV4X gefragt. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir leider nur die MicroATX-Version CUV4X-M vorliegen. Nun bekamen wir auch das Mainstream-Produkt.

Wie bei allen aktuellen Asus-Boards kann man die Konfiguration über DIP-Schalter oder direkt im BIOS vornehmen. Wenn sie sich für die "softe" Variante entscheiden, können Sie zusätzlich auf die CPU-Versorgungsspannung Einfluss nehmen. Zur Wahl stehen die üblichen Systemfrequenzen zwischen 66 und 150 MHz. Über das BIOS-Setup stehen deutlich mehr Optionen zur Verfügung, so dass man sich damit dem Maximum aktueller Prozessoren nähern kann. Viele Celerons lassen sich nicht mit 100 statt 66 MHz FSB betreiben, dafür aber immerhin mit 92 oder 85 MHz.

Auf der Platine befindet sich eine grüne LED. Sie leuchtet auf, sobald das System ordnungsgemäß funktioniert. Beim CUV4X kommt der neue 694Z-Chipsatz zum Einsatz. Keine Sorge, sie haben bisher nichts verpasst, denn diese neue North Bridge verfügt über die gleichen Funktionen und theoretisch auch über die gleiche Leistung wie der 694X. Einzig ein Grafik-Controller wurde integriert, so dass man bei geringen Ansprüchen (Internet-Surfen, Office-Anwendungen etc.) keine Grafikkarte mehr braucht. Bisher scheinen die Grafikfunktionen jedoch noch nicht zu funktionieren, denn Asus hat den entsprechenden Grafikstecker nicht auf der Platine bestückt.

Wegen dieser Umstände befindet sich in der Packung neben einem USB-Adapter zur Nutzung der Ports 3 & 4 auch ein Kabel, mit dem man den zweiten seriellen Port aktiveren muss (an dessen Stelle wäre der Monitor-Anschluss gewesen).

Asus verbaut die "große" South Bridge 686A, so dass neben einem UltraDMA/66-Controller ganze vier USB-Ports und ein AC97-konformes Soundsystem zur Verfügung stehen. Ganz unten befinden sich ein ISA- und der AMR-Slot, die sich ein Slotblech teilen (entweder, oder). Fünf PCI-Steckplätze und ein AGP-Pro-Slot stehen zur Verfügung. Die drei DIMM-Sockel warten auf bis zu 1,5 GByte SDRAM - auch ECC-Module sind erlaubt.

Das Soundsystem besitzt drei Line-Ins. Auch die Anschlüsse für Wake-On-LAN, Wake-On-Ring und ein Modem-Connector sind vorhanden. Zusätzlich lassen sich bis zu drei Lüfter betreiben und überwachen. Erfreulich ist auch, dass sich ein PC-Lautsprecher auf dem Board befindet.

Das Asus-Board bietet einmal mehr eine hervorragende Ausstattung zu einem vernünftigen Preis. Leider kann das CUV4X in unseren Benchmarks nicht ganz oben mitmischen. Der Grund hierfür liegt vermutlich im 694Z, da die MicroATX-Version mit dem 694X etwas zügiger arbeitet. Die Stabilität war zwar sehr gut, aber nicht hundertprozentig, wie wir es von Asus gewohnt sind. Das Board leistete sich während der SYSmark-Läuft einen Hänger, den wir später nicht reproduzieren konnten. Selbst nach drei erneuten Durchläufen konnten wir nichts weiter feststellen.

Wegen des minimalen Patzers im SYSmark und der diesmal "nur" guten Performance bleibt das CUV4X von einer Empfehlung ein Stück entfernt. Asus hat die Meßlatte schließlich selbst sehr weit nach oben gehängt. Wir hoffen, dass ein BIOS-Update die Lücke zur Spitze bald schließen kann.

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