
Board Revision: 1.0
BIOS Version:
Von Epox erhielten wir das EP-3VCA, das den 694X und die South Bridge 686A verwendet. Auffällig ist neben den gelben Jumpern vor allem die Lage des zweiten IDE-Anschlusses. Dieser befindet sich direkt vor dem AGP-Slot und den ersten beiden Steckplätzen, so dass es mit langen Erweiterungskarten Probleme geben könnte. Ein kleiner DIP-Block dient zur Auswahl des gewünschten Multiplikators, während man links unten den Systemtakt mit einem Jumper setzen muss. Diese Art der Konfiguration geht sehr schnell, da Epox für jede mögliche Einstellung (66, 75, 83,100, 105, 110, 115, 120, 124, 133, 140 oder 150 MHz) einen Jumper vorgesehen hat. Leider gibt es im Bereich unter 100 MHz wenig Auswahl, was vor allem zum Übertakten von Celeron-Prozessoren sinnvoll gewesen wäre.
Das 3VCA verfügt über fünf PCI- und einen ISA-Steckplatz. Ein AMR-Slot ist ebenfalls vorhanden. Sinnvoller sind die drei DIMM-Sockel, die bis zu 768 MByte RAM aufnehmen können. Zur Kühlung des Systems stehen zwei Lüfteranschlüsse zur Verfügung.
Das Soundsystem entspricht dem AC97-Standard und bietet zwei Line-Ins. Das Board beherrscht alle wichtigen Wake-Up-Features und besitzt einen Anschluss, über welchen man von zwei zusätzlichen USBs Gebrauch machen könnte. Das passende Kabel muss man jedoch selbst erwerben.
Leider erhielten wir keine Benchmark-Ergebnisse, da das Board unter Windows 98 stets Registrierungsfehler verursachte. Unter Windows NT konnte uns die Systemstabilität leider auch nicht überzeugen, denn der SYSmark lieferte regelmäßig Fehlermeldungen, ohne jedoch abzustürzen. Laut einem Distributor seien derartige Probleme bisher nicht vorgekommen. Da dieses Board bereits in Stückzahlen ausgeliefert wird, müssen wir davon ausgehen, dass unser Testexemplar einen Transportschaden erlitten hat. Ein Ersatz-Board sollte in den nächsten Tagen bei uns eintreffen, so dass wir Ihnen die Benchmark-Ergebnisse nachliefern können.
