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Acht CompactFlash-Karten der Spitzenklasse


http://www.tomshardware.com/de/CF-CompactFlash-Speicherkarten,testberichte-240278.html
01:10 - Montag, 13. April 2009 von Patrick Schmid
Quelle : Tom's Hardware DE

Inhaltsverzeichnis

Compact Flash-Speicherkarten im Test

Wir haben erst vor kurzem einen Blick auf 13 verschiedene SDHC Flash Memory-Karten geworfen (13 different high-end SDHC flash memory cards), die für den Einsatz in zahlreichen Verbrauchergeräten wie digitale Kameras, Videolkameras, digitale Bilderrahmen, Auto-Stereoanlagen und ähnlichem Verwendung finden. Allerdings verlassen sich Profis und entsprechende Geräte weiterhin auf CF-Speicherkarten (CompactFlash), die dank eingebauter Controller-Logik bedeutend bessere Performance bieten. Als wir unsere SDHC-Testkandidaten (Secure Digital High Capacity) zum Test angefordert haben, durften auch die besten CF-Karten nicht fehlen. Hier sind acht davon.

CF ist Professioneller Speicher

Immer mehr digitale Kameras funktionieren mittlerweile mit SD- oder SDHC-Speicherkarten statt wie bisher mit CF-Karten. Neben dem Kostenaspekt liegen die Gründe hierfür in physischen Anforderungen, die gegen das größeres CF-Format sprechend: CF-Karten sind teurer als SD/SDHC, da eine UltraATA-Schnittstelle Teil der Speicherkarte ist, während man für den Betrieb von SD-Karten lediglich kompatiblen Controller benötigt. Dadurch hat das CF-Format hinsichtlich der Stückzahlen einen merklichen Abschwung erfahren, was sich auch negativ auf den Preis ausgewirkt hat. Infolgedessen sind CF-Karten pro Gigabyte heute bedeutend teurer als SDHC, ganz besonders bei einem Blick auf Spitzenprodukte. Professionelle Geräte, die einen schnellen Speicherkarte erfordern, setzen auf Performance-Gründen alle weiterhin CompactFlash.

CF ist flexibel

Nach außen hin geben sich CompactFlash-Karten als IDE/UltraATA-Geräte zu erkennen, was der Verwendung zugute kommt. Das Host-Gerät muss einfach ein Dateisystem wie z.B. FAT32 erstellen und sie können schon loslegen. Deshalb ist es auch möglich, eine neue, schnelle 32 GB CompactFlash-Karte in eine alte Kamera einzulegen, während SDHC-Speicherkarten in Kameras, die nicht darauf ausgelegt sind, nicht funtktionieren. UltraATA, so alt es auch sein mag, funktioniert einwandfrei und zahlreiche Revisionen des CF-Standards sorgen für dessen Aktualität. Das Speicherlimit liegt derzeit bei 32 GB, allerdings spricht man schon von den ersten Produkten mit 64 GB.

CF ist schnell

Die Performance von SDHC-Karten ist normalerweise durch das zugreifende Gerät beschränkt. In unserem Fall handelte es sich um einen USB 2.0-Kartenleser, der bei ungefähr 20 MB/s an seine Grenzen stieß. Andere Geräte haben bislang aber auch noch keine bessere Performance geboten. Derzeit ist das natürlich mehr als genug für die meisten Anwendungsgebiete wie digitale Kameras. Zudem haben die meisten Karten eine Schreib-Performance von 20 MB/s noch nicht erreicht. CF-Karten sind bedeutend schneller, immerhin hat das beste Produkt in diesem Testfeld einen Schreibdurchsatz von annähernd 43 MB/s und einen Lesedurchsatz von 47 MB/s erzielt. Um sicherzugehen, dass es für die acht Kontrahenten von Kingston, Lexar, PNY, San Disk, Silicon Power und Transcend zu keinem Flaschenhals kommt, haben wir einen CompactFlash-zu-SATA-Kartenleser verwendet

CompactFlash – Die Grundlagen

Es gibt zwei CompactFlash-Standards namens Typ I und Typ II. Die Abmessung beider beträgt 42,8 mm x 36,4 mm. Typ I-Karten sind 3,3 mm hoch, während das bei Karten des Typs II auf 5,0 mm ansteigt. Alle CompactFlash-Speicherkarten sind Modelle des Typs 1, wohingegen 1”-Festplatten wie die IBM/Hitachi Microdrives als CF Typ II-Produkte hergestellt wurden. Alle Typ I-Karten können in Typ II-Steckplätzen verwendet werden – aber nicht umgekehrt.

Zusätzlich zu den beiden CF-Formfaktoren gab es diverse Überarbeitungen des Anschlusses. Alle CF-Karten basieren auf einem IDE- oder UltraATA-Anschluss, allerdings hängt die effektive Performacne von der Performance des Anschlusses und der Leistung des Flash-Speichers ab. Schließlich sollte auch Ihr Host-Controller schnell genug sein. Das Schöne daran ist, dass Sie eine 32 GB-Karte kaufen können und diese mit Ihrem zehn Jahre alten CF-Gerät benutzen können – allerdings wahrscheinlich mit verringerter Performance. Natürlich können Sie auch Ihre zehn Jahare alte CF-Karte nehmen und diese in einer nagelneuen SLR-Kamera benutzen. Nur dürfte die Karte für Serienaufnahmen zu langsam sein. Aber: es geht.

Die ersten CompactFlash-Karten basierten auf PIO-Modi (programmed I/O), wurden allerdings 2004 mit Einführung des Compact Flash 3.0-Standards durch das schnellere Direct Memory Access (DMA) ersetzt.

CF-StandardEinführungInterfaceDurchsatzEigenschaften
CF 1.01994ATA-1 PIO Mode 28,3 MB/sCompact Flash+ Standard für I/O-Karten
CF 2.02003ATA-2 PIO Mode 416,6 MB/s128 GB max. Kapazität
CF 3.02004UltraDMA/6666 MB/s25 MB/s Durchsatz in PC Card-Steckplätzen, Passwortschutz
CF 4.02006UltraATA/133133 MB/s137 GB max. Kapazität

Derzeit sind CompactFlash-Karten mit bis zu 32 GB erhältlich; allerdings wurden bereits Kapazitäten von 64 GB bekanntgegeben. Hobby-Fotografen greifen normalerweise auf Kartengrößen zwischen 4, 8 oder 16 GB zurück. Wenn Sie mit Ihrer SLR-Kamera nicht komprimierte RAW-Fotos aufnehmen wollen bzw. RAW plus jpeg, sollten Sie sich auf jeden Fall nach den schnellsten Karten auf dem Markt umsehen.

Kingston Ultimate 266X 16 GB

Die Ultimate-Produktreihe wird auf der Kingston-Webseite in der Kategorie Foto/Video geführt. Kingston begint mit einem Basisprodukt, schlicht CompactFlash genannt. Diese Einstiegsprodukte mit 2, 4 und 8 GB sind zwar nicht besonders schnell, aber dafür günstig. Für die Elite Pro-Serie mit bis zu 32 GB, einem Produkt der gehobenen Mittelklasse, gibt Kingston eine Geschwindigkeit von 133X an. Für diesen Test hat man uns eine Ultimate 266X mit 16 GB zukommen lassen. Das entspricht einem Durchsatz von 40 MB/s fürs Schreiben und 45 MB/s bei Lesevorgängen. Die I/O-Performance der Ultimate 266X war dabei durchschnittlich.

Die Ultimate 266X-Karten sind mit 4, 8 und 16 GB erhältlich – derzeit gibt es noch keine 32 GB Ultimate 266X. Beim Kauf einer Ultimate 266X erhalten Sie zusätzlich einen kostenfreien Download der Media Recover 4.0 Wiederherstellungs-Software, die besonders dann nützlich ist, wenn Sie versehentlich Dateien von Ihrer CompactFlash-Karte löschen oder Sie Daten auch von anderen Laufwerken wiederherstellen wollen. Uns hat zudem gefallen, dass das Produkt einen sicheren Lösch-Modus unterstützt, den Sie nutzen sollten, bevor Sie Speichergeräte verkaufen oder anderweitig entsorgen.

Die Ultimate 266X CompactFlash-Karte von Kingston liefert den höchten Gesamtdurchsatz (lesen/schreiben) gepaart mit einer überdurchschnittlichen I/O-Performance – deshalb haben wir dieses Produkt auch mit unserer Kaufempfehlung ausgezeichnet.

Lexar Platinum II und Professional

Lexar Platinum II 80X (16 GB)

Die Platinum II, auch Lexar Premium II-Karten genannt, verfügen über Geschwindigkeiten von 80x, was 12 MB/s entspricht. Das mag zwar für bestimmte Kapazitätspunkte unter den Modellen mit 2, 4, 8 und 16 MB zutreffen, entspricht allerdings nicht den tatsächlichen Transferraten für unser Testmodell mit 16 GB. Unsere Messungen ergaben einen Lesedurchsatz von 38-43 MB/s und 20-32,8 MB/s für sequentielles Schreiben. Das ist weitaus mehr als wir erwartet hatten, allerdings sollten Sie von anderen Kapazitäten nicht die gleiche Performance erwarten. Lexar schnürt – wie Kingston – eine Pakt aus Hardware und einem Software-Download namens Image Rescue 3, Retter in der Not, sollten Sie versehentlich Daten von Ihrer Platinum II-Speicherkarte löschen.

Aufgrund bedeutend niedrigerer I/O-Performance haben wir festgestelt, dass entweder der Controller oder der Flash-Speichertyp der Platinum II-Karte ein anderer sein muss als bei den Professional UDMA-Typen. Die Professional-Serie bietet doppelt bis dreifach bessere I/O-Performance pro Sekunde als die Platinum II.

Lexar Professional UDMA 300X (16 GB)

Das zweite Testexemplar von Lexar war eine Professional UDMA-Karte mit 16 GB und einer beeindruckenden Geschwindigkeit von 300X, was einem Nenndurchsatz von 45 MB/s entspricht, den Lexar sogar für Schreibvorgänge garantiert. Unseren Testergebnissen zufolge liegt der maximale Durchsatz der Professional UDMA-Karte bei 46,4 MB/s, was für den Lesedurchsatz gilt. Für sequentielles Schreiben liegt der maximale Durchsatz bei 41,3 MB/s. Minimaler und durchschnittlicher Schreibdurchsatz waren sogar noch niedriger, was bedeutet, dass diese Karte ihren Angaben nicht ganz gerecht wird. Dennoch zählt diese Karte hinsichtlich Durchsatz zu den Top-Drei CF-Karten auf dem Markt; in Bezug auf I/O-Operationen pro Sekunde eher zum Durchschnitt.

PNY Optima Pro Ultra High Speed 266X (8 GB)

PNY hat zwar drei verschiedene SD-Karten-Serien im Portfolio, allerdings nur eine CompactFlash-Produktfamilie. Unseres Erachtens reicht das heutzutage absolut aus, da sich der CompactFlash-Markt zu einem semi-professionellen bis professionellen Segment gewandelt hat, der von embedded PC-Lösungen und Fotografen dominiert wird. Für die Optima Pro UDMA steht eine Geschwindigkeit von 266X auf dem Datenblatt, was 40 MB/s entspricht.

Die Karte gibt es mit 2, 4 und 8 GB. Unser Testexemplar hatte eine Kapazität von 8 GB, allerdings war es gar nicht so einfach, sich einen ersten Überblick über das Portfolio zu verschaffen. Während auf den europäischen Webseiten lediglich die nicht-Pro Optima-Karten mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 66X aufgelistet werden, findet man auf der US-Webseite die Optima Pro 266X. Ganz offentlichtlich zweifelt man bei PNY an einem ausreichenden Bedarf auf dem europäischen Markt.

Unser Testmodell erreichte einen maximalen Lesedurchsatz von 41,3 MB/s und Schreibgeschwindigkeiten von bis zu 35,1 MB/s, was beinahe an die technischen Angaben heranreicht. Allerdings dürften die minimale Durchsatz-Performance von 35,5 MB/s beim Lesen sowie im schlimmsten Fall gerade einmal 21,4 MB/s beim Schreiben für wahre Enthusiasten und Profis nicht ausreichen.

Allerdings macht die Karte jene Durchsatz-Mankos durch eine hervorragende I/O-Performance wett, die drei- bis viermal schneller ist als die von Lexar, Silicon Power oder Transcend. Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, das Betriebsystem Ihres ultrakompakten Low Power-Industriesystems auf einer CF-Karte zu speichern, dann ist dieses Produkt definitiv eine gute Option. Schön wäre es jetzt nur noch, wenn man – wie in Europa – auch auf der PNY-Webseite der USA alle technischen Eigenschaften aufgelistet hätte. Aus diesem Grund können wir uns auch mit Themen wie Temperaturspannen oder Zuverlässigkeit für diese Anwendungsarten nicht auseinandersetzen.

San Disk Extreme Ducati Edition 8 GB

San Disk konzentriert sich vor allem auf Spitzenprodukte und zählt zu den bekanntesten Marken im Segment um Speicherkarten. Derzeit ganz obenauf ist die Extreme IV-Speicherkartenfamilie. Modelle sind mit 4, 8 und 16 GB erhältlich und bieten bei 4 und 8 GB einen Lese-/Schreibdurchsatz von bis zu 40 MB/s und für das Modell mit 16 GB bis zu 45 MB/s. Unser Testmodell hatte eine Kapazität von 8 GB und war etwas ganz besonderes: Die Ducati Edition. Diese ist nicht überall im Handel erhältlich, wobei San Disk die Marke Ducati auch nur für seine Spitzenprodukte einsetzt.

Die Ducati CF-Karten gibt es lediglich mit 4 oder 8 GB. Diese Modelle liefern allerdings eine Performance, die San Disk üblicherweise nur bei der Version mit 16 GB bietet. Während andere Hersteller eine maximale Betriebstemperatur zwischen 65 und 70°C angeben, liegt das Limit bei San Disk bei bis zu 85°C. Im Lieferumfang enthalten ist zudem eine DC mit der RescuePro-Software für Datenwiederherstellung.

Während die Ducati Edition lediglich einen maximalen Lesedurchsatz von 41,2 MB/s erreicht, kamen wir auf eine Schreib-Performance von bis zu 42,7 MB/s. Die Ergebnisse haben wir mehrfach überprüft und können somit bestätigen, dass diese Karte in Sachen sequentielles Schreiben am schnellsten ist. Die I/O-Performance liegt ebenfalls über dem Durchschnitt.


Silicon Power Professional Compact Flash Card (32 GB)

Silicon Power und Transcend bieten als einzige Speicherhersteller eine CompactFlash-Karte mit einer Kapazität von 32 GB. Silicon Power bietet derzeit fünf verschiedene CF-Kartentypen an, die sich hauptsächlich in ihrer Geschwindigkeit unterscheiden: 45X, 80X, 120X, 200X und 300X. Für diesen Test hat man uns das Professional-Spitzenmodell mit 32 GB zukommen lassen, das 300X bzw. 45 MB/s auf dem Datenblatt stehen hat. Dieses Produkt gibt es zudem mit 16, 8, 4 und 2 GB. Es scheint, als seien die langsameren Modelle gleichsam die älteren Produkte, da diese nicht mit hohen Kapazitäten verfügbar sind. Je weiter man bei der Kapazität nach unten geht, desto langsamer werden die Speicherkarten.

Unser Testexemplar mit 32 GB bietet ausreichend Kapazität für alle möglichen Anwendungen, allerdings erfüllt die Performance unsere Erwartungen nicht. Unsere Messungen ergaben einen Schreibdurchsatz von 29,5 bis 35,3 MB/s und eine Lese-Performance von 40-44,1 MB/s. Zum verwendeten Flash-Speichertyp konnten wir bei Silicon Power keine Informationen finden. Wenn man sich allerdings die niedrige I/O-Performance ansieht, können wir ziemlich sicher davon ausgehen, dass es sich hierbei um MLC-Flash handelt. Allerdings ist das Produkt dennoch eine gute Wahl, wenn Ihre oberste Priorität nicht Performance ist – diese Karte ist günstiger als manch andere und das Modell mit 32 GB ist preiswerter als andere CF-Karten mit lediglich 16 GB.

Transcend Extreme Speed 300X (8 GB), Ultra Speed 133X (32 GB)

Transcend Extreme Speed 8 GB

Transcend bietet CompactFlash-Karten mit fünf verschiedenen Geschwindigkeitsstufen an. Hinzu kommen zwei weitere Modelle für Anwendungen im industriellen Bereich. Für unseren Test haben wir eine 300X Extreme Speed mit 8 GB und eine UltraSpeed 133X mit 32 GB erhalten. Die Extreme Speed liegt bei 35-45 MB/s, was ziemlich nah an unsere Testergebnisse herankommt. Die maximale Lese-Performance liegt bei 44,2 MB/s und der maximale Schreibdurchsatz bei 39,2 MB/s. Die Mindestwerte liegen unter den angegebenen 35 MB/s, allerdings sind die durchschnittlichen Werte immer höher. Zudem haben wir herausgefunden, dass dieses Produkt eine bessere I/O-Performance bietet als alle anderen CF-Karten. Diese Karte eignet sich hervorragend für Kleinst-Systeme, was einzig und allein aufgrund des schnellen SLC Flash-Speichers möglich ist. Fürs Lesen gibt es zwar schnellere Kandidaten, aber beim Schreiben und der I/O-Performance passt das Gesamtbild wieder.

Transcend Ultra Speed 32 GB

Die Ultra Speed-Karte ist ein 133X-Modell, was 20 MB/s entspricht. Allerdings war unsere Testversion mit 32 GB schneller. Ein Lesedurchsatz von 40-44 MB/s sind hervorragend und selbst die gemessenen 30-34,5 MB/s beim Schreiben sind bedeutend schneller als erwartet. Dieses Gerät basiert auf MLC Flash-Speicher, was sogar auf der Verpackung steht. Unserer Meinung nach ist das gut, da lediglich einige wenige Hersteller so klare Angaben machen. Als Nebenwirkung des MLC Flash-Speichers tritt allerdings recht niedrige I/O-Performance in Erscheinung, wie Sie unserem Benchmark-Abschnitt entnehmen können. Diese Karte wurde zwar nicht für die Verarbeitung zahlreicher Anfragen pro Sekunde entwickelt, schreibt aber dafür mit überdurchschnittlicher Geschwindigkeit und liefert auch beim Lesen hervorragende Werte.

Vergleichstabelle, Testkonfiguration, Kartenleser

HerstellerKingstonLexarLexarPNY
ProduktfamilieUltimate Platinum IIProfessional UDMA Optima Pro Ultra High Speed
ModellnummerCF/16GB-U2

P-CF8GB-266W-DVDC
Kapazität16 GB16 GB16 GB8 GB
Nenn-Performance266x80x300x266x
Flash-SpeicherSLC---
FormfaktorCFCFCFCF
HerstellerSan DiskSilicon PowerTranscendTranscend
ProduktfamilieExtreme Ducati Edition 300X ProfessionalExtreme SpeedUltra Speed
ModellnummerSDCFX4-008G-AD1SP032GBCFC300V10TS8GCF300TS32GCF133
Kapazität8 GB32 GB8 GB32 GB
Nenn-Performance300x300x300x133x
Flash-Speicher--SLCMLC
FormfaktorCFCFCFCF

Testkonfiguration

System-Hardware
Prozessor(en)2x Intel Xeon Prozessor (Nocona Core)
 3.6 GHz, FSB800, 1 MB L2 Cache
PlattformAsus NCL-DS (Socket 604)
 Intel E7520 Chipsatz, BIOS 1005
RAMCorsair CM72DD512AR-400 (DDR2-400 ECC, reg.)
 2x 512 MB, CL3-3-3-10 Timings
System-FestplatteWestern Digital Caviar WD1200JB
 120 GB, 7.200 U/Min, 8 MB Cache, UltraATA/100
Mass Storage ControllerIntel 82801EB UltraATA/100 Controller (ICH5)
Compact FlashAddonics ADSACFW SATA
Secure Digital HCTranscend M5 USB
NetworkingBroadcom BCM5721 On-Board Gigabit Ethernet NIC
Grafik-SubsystemOn-Board Graphics
 ATI RageXL, 8 MB
System-Hardware
Performance-Messungenc't h2benchw 3.6
I/O-PerformanceIOMeter 2003.05.10
 Fileserver-Benchmark
 Webserver-Benchmark
 Workstation-Benchmark
System-Software & Treiber
OSMicrosoft Windows Server 2003 Enterprise Edition,
Service Pack 1
Plattform treiberIntel Chipset Installation Utility 7.0.0.1025
GrafiktreiberStandard Windows Grafiktreiber

Kartenleser: Addonics ADSACFW

Da USB 2.0-Kartenleser für den hohen Durchsatz der getesteten CF-Karten nicht schnell genug sind, haben wir uns für ein Lesegerät auf SATA-Basis entschieden. Für USB 2.0-Geräte ist normalerweise bei etwas mehr als 30 MB/s Schluss, wohingegen dieses Produkt SATA 1.0a mit 150 MB/s unterstützt. Selbst wenn flotte Festplatten und Flash-SSDs schneller sind reicht diese Bandbreite für den Test von CompactFlash-Karten sicherlich aus. In unseren Messungen erreichten wir mit der Kingston Ultimate bis zu 47 MB/s.

Das Addonics ADSACFW ist bei Lieferung bereits in einen 3,5-Zoll-Laufwerksschacht installiert. Allerdings bietet das Unternehmen auch Slot-Bleche für Standard- und Low-Profile-Ausfertigungen. Mit anderen Worten, Sie können den Kartenleser auch auf der Rückseite Ihres PCs installieren. Selbstverständlich ist die Verbindung mit SATA/300-Controllern möglich, zudem wird Hot-Swapping unterstützt und Sie können sogar von den CF-Karten booten. Allerdings benötigen Sie für Hot-Swapping die Unterstützung Ihres Controllers.

Benchmarks: Zugriffszeit, I/O-Performance

Die Ergebnisse hinsichtlich der Zugriffszeit ist hier lediglich der Vollständigkeit halber dabei. Im alltäglichen Gebrauch ist das nicht wichtig und hängt auch nicht stark mit den Ergebnissen der I/O-Performance in Verbindung.

Sofern Sie die Speicherkarten mit Dateiserver-Operationen beauftragen, werden Sie schnell sehen, dass die Transcend Extreme Speed 300X mit 8 GB deutlich die Nase vorn hat. 240 I/O-Vorgänge pro Sekunde ist mehr als jede herkömmliche Desktop-Festplatte liefern könnte und gleicht tatsächlich der I/O-Performance einer Hitachi Ultrastar 15K450-Festplatte mit 15.000 U/Min.

Der Webserver-Benchmark erfordert lediglich sehr kleine Datenmengen und besteht ausschließlich aus Lesevorgängen, wodurch sich die Performance der meisten Laufwerke gleicht. Unsere CF-Karten sind bei dieser Art Arbeitslast allemal schneller als Festplatten.

Der Workstation-Test spielt vor allem für Anwendungen im Desktop- und Workstation-Bereich eine Rolle. Auch hier liegt die Transcend Extreme Speed 300X an der Spitze, gefolgt von der PNY Optima Pro und der Extreme Ducati Edition von San Disk. Die Lexar Platinum II, Transcend Ultra Speed und Silicon Power Professional basieren allesamt auf MLC Flash-Speicher und liefern wohl deshalb in diesem Test keine gute Performance – wenn es allerdings um Durchsatz geht, sieht das bedeutend besser aus. Dazu mehr auf der nächten Seite.

Benchmarks: Durchsatz

Obwohl es in Sachen Lese-Performance Unterschiede gibt, dürften diese nur dann wirklich von Interesse sein, wenn es Ihnen darum geht, dass das Speichern der Daten von Speicherkarten auf Ihr System so schnell wie möglich erledigt ist. In diesem Fall liegen Sie mit der Kingston Ultimate oder der Lexar Professional vorn, während die Transcend Extreme Speed bzw. eine San Disk Extreme Ducati Edition nicht ganz so flott sind. Allerdings dürfte es Fotografen in erster Linie um Schreib-Performance gehen:

Während der Lesedurchsatz zwischen 47 und 39 MB/s schwankt, liegt die Schreib-Performance zwischen 42 und 32,8 MB/s – wobei die Mindestwerte noch bedeutend niedriger sind. Sie sollten bedenken, dass wir den Festplatten-Benchmark h2benchw benutzt haben, um den Durchsatz zu messen, soll heißen, dass sequentiell über den kompletten Speicherbereich hinweg getestet wird. Das dürfte nicht unbedingt die typische Anwendung widergeben, wenn Ihre SLR-Kamera einzelne Fotos speichert – werfen Sie in diesem Fall einen Blick auf die maximale oder durchschnittliche Geschwindigkeit. Allerdings hilft dieser Benchmark dabei, Schwächen offenzulegen, wenn es dem Verbraucher um bestimmte dauerhafte Schreib-Performance für Serienaufnahmen im RAW- bzw. RAW plus jpef-Format geht. Die Extreme Ducati Edition von San Disk und die Kingston Ultimate sind erste Güte, wenn es um schnelles Schreiben geht.

Fazit: Der Sieger heißt Kingston

Welche Karte ist die beste? Das hängt eindeutig davon ab, was Sie mit der CompactFlash-Karte machen wollen. Für Fotografen ist das beste Produkt eindeutig die Kingston Ultimate 266X mit dem höchsten durchschnittlichen und minimalen Schreibdurchsatz sowie auch dem höchten Lesedurchsatz. Dieses Produkt bietet zudem eine ausgewogene I/O-Performance und wird mit einer Datenwiederherstellungs-Lösung angeboten, die Sie ganz einfach von der Kingston-Webseite herunterladen können. Eindeutig unsere Produktempfehlung.

Zahlreiche Zweite

Allerdings sind andere CF-Karten dem Testsieger dicht auf den Fersen, wobei sich zahlreiche Kandidaten als passende Alternativen empfehlen – sofern sie günstiger zu finden sind als eine Kingston Ultimate. Bevor Sie sich an den Kauf machen sollten Sie sich genau überlegen, wofür Sie die Karte einsetzen werden. Die Lexar Professional bietet schnellen und ausgewogenen Lese- und Schreibdurchsatz, andere SLC Flash-Karten hingehen bedeutend bessere I/O-Performance. Silicon Power und Transcend Ultra Speed sind in Ordnung, wenn Sie mit durchschnittlicher Schreib-Performance leben können, allerdings lässt die I/O-Performance zu wünschen übrig – sofern das für Sie von Interesse ist. Das ist dann der Fall, wenn Sie auf der Suche nach einer schnellen Karte sind, die Sie als Speichergerät für Systeminstallationen bzw. industrielle Lösungen oder ähnliches verwenden wollen. In solchen Fällen ist die Extreme Speed von Transcend erstklassig – vorausgesetzt, Ihnen macht der duchschnittliche Durchsatz nichts aus.

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