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Chipsätze ab dem Jahr 2000

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19:00 - 16/06/1999 von Markus Pfeffinger

Intel wäre nicht Intel, wenn man sich nicht bereits heute Gedanken um die Generationen von Chipsätzen jenseits des heißen Herbstes machen würde.

So hat der Nachfolger des erst kürzlich vorgestellten Chipsatzes 810 bereits einen Nachfolger. Unter dem Codenamen Solano arbeitet Intel an einer Entwicklung, die bei den klassischen Kennzahlen eher eine Enttäuschung bereit hält. Mit einem FSB von 66, 100 und 133 MHz, so die aktuellen Beschreibungen, unterscheidet sich das neue Chipset nicht von den 810 Varianten, die bis dahin auf dem Markt sein werden.

Das Geheimnis in Solano liegt deshalb auch an einer anderen Stelle verborgen. Das Zauberwort heißt Flexibilität. Zwar soll Solano über eine integrierte Graphik verfügen, im Gegensatz zu den 810 Varianten kann aber auch eine externe Graphikkarte mit AGP4X eingesetzt werden. Intel möchte diesen Chipsatz denn auch oberhalb der 810er aber immer noch unterhalb der 820 Varianten sehen. Für den Betrieb in einem Desktop Rechner stehen somit ab April nächsten Jahres drei unterschiedliche neue Chipsets zur Verfügung: 820 / Camino für High End Anlagen, Solano mit Coppermine Prozessoren für den normalen Anwender und 810 für das untere Ende des Leistungsspektrums.

Aber auch die aktuell verfügbaren GX Chipsets erfahren eine Umgestaltung. Auch im Server Bereich hält ein Chipset Einzug, das zu der 8XX Serie zu zählen ist. Mit 840 (Carmel) versucht man die Anforderungen aus dem graphischen Bereich und bei den Servern zu erfüllen. Die Grenzen von RAMBUS (32 Bausteine) umgeht man, indem man zwei RAMBUS Kanäle unterstützt und damit insgesamt 64 Bausteine ansprechen kann. Damit erweitert man aber nicht nur die Kapazität sondern verdoppelt auch den Datendurchsatz, der maximal möglich ist, auf 3,2 GB/s. Allerdings soll bereits im Chipset auch die Unterstützung für andere Speichertypen festgelegt werden. Selbst PC 100 SDRAMs können eingesetzt werden. Ein weiterer Schwerpunkt beim Chipset 840 liegt dann im Bereich der Graphik und Geschwindigkeit des Systembusses. AGP4X wird ebenso unterstützt, wie der scheinbar neue Standard von 133 MHz FSB. Aber selbst für die 840 Varianten ist ein Nachfolger bereits in Sicht. Ab der zweiten Hälfte des Jahres 2000 tauchen Chipsets mit den Namen Colusa und Tehama auf. Hier vollzieht sich aber wieder einmal eine Trennung in Bezug auf die Leistungen, die diesen Chipsets zugedacht werden: Tehama bleibt an der Grenze von maximal 2 Prozessoren stehen, während Colusa die Steuerung von 8 Prozessoren zugemutet wird.

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