Welches Gerät für welchen Zweck ?

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19:00 - 05/05/1999 von Hermann Eiden

15"-Geräte sind nach wie vor weit verbreitet, vor allem durch die ersten der vielen "Schnäppchen", also Billig-Computer, die zwischen DM 1000 und 1999 (inkl. Monitor) verkauft wurden. Allerdings sind die 15-Zöller generell nicht mehr "State-of-the-Art" - es gibt nahezu keine Applikation, die nicht mindestens 800x600 unterstützt und da ist ein 15-Zöller eher ungeeignet.

Kurzum: nur für die Masse, die am falschen Ort spart bzw. als Terminalersatz oder wo noch mit 640x480 gearbeitet wird.

17" Monitore: Die 17"-Geräte sollten heute deutlich mehr als 70kHz haben, um Bildwiederholraten von mindestens 85 Hz in den wesentlichen Auflösungen, 800x600 und 1024x768, zu erlauben. Geeignet sind 17"-Geräte für eben diese Auflösungen, aber nicht wirklich für höhere Auflösungen. Der Punktabstand hochwertiger Geräte beträgt mittlerweile 0,25 mm und wirklich flache Röhrenmodelle sind ebenfalls erhältlich. Die Videobandbreite der Modelle schwankt von etwa 110 MHz bis über 200 MHz, wobei letztere auch über 90 kHz bieten.

Alternative zu den 17" CRT's sind zunehmend 15"-LCD AM-TFTs (Active Matrix TFTs), allerdings sind diese derzeit noch ca. 2-3 mal so teuer. Eine andere Alternative sind durchaus die 19"-Monitore und hier insbesondere die sogenannte Shortnecks, d.h. Geräte mit geringerer Bautiefe und damit Stellfläche. Diese sind durchaus in der Lage Auflösungen bis 1152x864 sehr gut zu unterstützen.

Trend: 85-95 kHz, mit extrem ebener/flachen Röhre, also sogenannte Flat-Sreens oder Pure Flat Modelle. Ein feiner Punktabstand von 0.25 mm zeichnet die absoluten Topmodelle aus.

17" sollte der Mindeststandard sein!

19": (sichtbare 18") Diese Monitortyp ist ein Zwitter zwischen 17" und 21" und primär als Ersatz für die früheren 20"-Monitore zu sehen. Die professionellen Anwender aus CAD/CAM oder DTP sind mittlerweile bei 21"-Monitoren angelangt und damit sind die 20-Zöller verschwunden. Mit 19" ist sowohl der Home-User, wie auch der Großteil der Semi-Profis sehr gut bedient. Die Auflösungen von 1Mio. Pixel - 1152 x 864 - sind akzeptabel und die Stellfläche vor allem bei den kürzeren Modellen ist ein echter Vorteil. Einziges Handicap war bislang die Qualität der Shortnecks. Durch die geringere Einbautiefe muß der Elektronenstrahl stärker abgelenkt werden und dies wiederum hat Auswirkungen auf die Qualität der Darstellung in den Randbereichen. So allmählich scheinen die Hersteller dies jedoch in den Griff zu bekommen.

Der 19" CRT ist ideal für 1024 x 768 oder 1152 x 864, meist jedoch nur bedingt für 1280 x 1024 einsetzbar, wobei dies von Punktabstand, kHz und Videobandbreite abhängt. Damit ist diese Klasse sehr interessant für Spiele - auch preislich sehr interessant, da etwa halb so teuer, wie ein 21"-Monitor, aber nur 25-30% teurer als ein sehr gute 17"`er. Neben dem "normalen" 19"-Gerät werden die erwähnten 19"-Shortnecks angeboten, die bis zu 40% weniger Platz in der Tiefe benötigen.

Trend: Guter Kompromiß zwischen 17" und 21". Hier sind insbesondere die Kurzhals-Modelle, sogenannte Shortneck's interessant, speziell bei limitierten Aufstellplatz. Ideale Lösung für Spielefreaks. Auch hier gilt, das zunehmend Flat und Pure Flat Röhren in den Markt kommen, mit 95-10x kHz und einem guten Punktabstand von 0.25 mm. Die Videobandbreite sollte jenseits der 200 MHz liegen, um so Reserven für die Zukunft zu haben. Ideal mit eine Voodoo3 3000 oder TNT-2 Karte.

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