Ein Bild von 1280 x 1024 könnte bei einer RAMDAC Leistung von 250 MHz mit einer Wiederholrate (Bildwiederholrate) von nahezu 200 Hz (200 mal pro Sekunde) dargestellt werden -weit mehr als die meisten Monitore können. Satte 200Hz wären in diesem Fall fatal für ältere Monitore; denn sie könnten leicht beschädigt oder gar zerstört werden. Neuere und hochwertige Modelle schalten im Falle einer zu hohen Zeilenfrequenz ab und zeigen ein schwarzes "Bild". Sie werden sichtbar außerhalb ihrer Spezifikation betrieben. Dieses Problem läßt sich i.A. leicht über die Eigenschaften der Grafikkarte abschalten. Die entscheidende Kenngröße ist dabei die Zeilenfrequenz oder Horizontalfrequenz des Monitors. Wenn zu viele Zeilen von der Grafikkarte geschickt werden, dann wird es kritisch, gelangen lediglich zu viele Pixel zum Monitor, so ist das weniger gefährlich, da dann der Verstärker im Monitor wie ein Filter wirkt. Das Bild erscheint zwar unscharf oder verschmiert, aber es passiert dem Monitor nichts. Man kann diesen Effekt sehen, wenn man z.B. 1600x1200 Bildpunkte an einen Monitor schickt, der eher für 1024x768 konzipiert wurde. Idealerweise haben Grafikkarte und Monitor Reserven, werden also nicht exakt am Anschlag oder der Grenze ihrer Möglichkeiten betrieben, zumal die Qualität im Grenzbereich ohnehin sinkt. Dies gilt insbesondere, wenn der Monitor ohne den üblichen schwarzen Rand betrieben werden soll. Dieser Modus wird auch Overscan Modus genannt und verlangt speziell bei der Horizontalfrequenz noch Puffer.
Anhand der hier verfügbaren VESA GTF Formel kann man z.B. feststellen, daß eine Auflösung von 2048 x 1536 (die als Feature bei den Datenblättern des Voodoo3 oder der Matrox G400 MAX angegeben ist) einen Monitor mit 137 kHz benötigen würde, bzw. daß diese Auflösung mit 85 Hz (TCO 99 Standard) eine Grafikkarte mit einer RAMDAC Performance (Pixelclock) von 388 MHz notwendig macht...
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