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Navigation / Routenberechnung

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18:00 - 26/11/2004 von Hannes Rügheimer

Die Navigation funktionierte im Praxistest recht überzeugend. Es ist schon beeindruckend, wie flüssig die 2D- oder auch Wunsch auch 3D-Kartendarstellung und die gut verständlichen Sprachansagen auf dem Handy ablaufen. Die Displaydarstellung zeigt wahlweise eine Karten- oder eine Pfeilansicht mit Abbiegeanweisungen. Im Kartenmodus lässt sich die Darstellung auf Wunsch manuell zoomen, außerdem kann die Anzeige auf die aktuelle GPS-Position, die gesamte Route, die gesamte Karte, den Start- oder den Zielort eingerichtet werden.

Die Kartendarstellung kann wahlweise im hier abgebildeten 3D-Modus oder in 2D-Ansicht erfolgen.

In den Options-Menüs lässt sich unter anderem einstellen, ob die Karte im Vollbild-Modus gezeigt werden soll, ob die Hintergrundbeleuchtung des Handydisplays permanent eingeschaltet sein soll, ob eine uhrzeitgesteuerte Nachtanzeige gewünscht ist, welche Ausrichtung und Perspektive der Karte gezeigt werden soll, oder welche Kategorien von Sonderzielen (POIs, also Points of Interest) auf der Karte erscheinen sollen.

Auf Wunsch zeigt Route 66 Mobile auch eine Pfeildarstellung mit Abbiege-Anweisung und dem nächsten, nachfolgenden Fahrmanöver.

Die Routenberechnung lässt sich zudem nach Routentyp (schnellste / kürzeste) und Straßenklassen (Autobahnen / Mautstraßen / Fähren) konfigurieren.

Bei der Routenberechnung und der Bedienung von Sonderfunktionen des Programms zeigt sich allerdings, dass die Handy-Hardware doch hart an ihrer Leistungsgrenze arbeitet. Hier sind längere Wartezeiten, wie man sie allerdings auch von anderen Funktionen der Symbian-Handys kennt, nicht zu vermeiden.

Durchdacht präsentiert sich bereits die Zieleingabe: Im entsprechenden Eingabefeld akzeptiert die Software Orts- und Straßennamen, Postleitzahlen und selbst abgekürzte Adressbestandteile. Bei der etwas hakeligen Texteingabe über die Handytastatur ist diese Unterstützung sehr hilfreich. Zieladressen lassen sich auch aus dem Kontaktverzeichnis des Handys übernehmen, außerdem kann man in der Route-66-Software eigene Favoriten für häufig benötigte Ziele abspeichern.

Über die Funktion "Routenpunkte" lassen sich auch Zwischenziele definieren, die das Handy bei der Zielführung dann der Reihe nach ansteuert.

Auch POIs respektive Sonderziele unterstützt die Software, die sie um den aktuellen Standort, den Start- oder den Zielpunkt herum sucht und selektiert. Das Angebot ist dabei recht breit und reicht von Hotels, Restaurants, Parkplätzen und Tankstellen über Bahnhöfe und Flughäfen, bis hin zu Einkaufszentren, Banken, Sehenswürdigkeiten, touristischen Zielen oder Sportstätten bis hin zu öffentlichen Einrichtungen, Polizeistationen oder Raststätten.

Weicht der Fahrer versehentlich oder absichtlich von der empfohlenen Route ab, erfolgt nach recht kurzer Zeit eine automatische Neuberechnung. Diese Funktion klappt ähnlich flüssig wie man es auch von PDA-gestützten Navigationssystemen kennt. Prinzipbedingt braucht das System dazu aber Standort-Informationen per GPS. In Tunnels oder engen Straßenschluchten kann es sich nicht orientieren.

Die Software unterstützt sogar dynamische Navigation, kann als Staumeldungen automatisch bei der Routenführung berücksichtigen und den Fahrer gegebenenfalls um die Verkehrsstörung herum leiten. Die entsprechenden Verkehrsinformationen lassen sich in einem einstellbaren Intervall (10, 20 oder 30 Minuten) per GPRS von der Website des Anbieters herunterladen. Dieser Service ist von Seiten Route 66 kostenlos, allerdings fallen die Datenübertragungsgebühren im jeweils gewählten Mobilfunktarif an. Die vom Server abrufbaren Verkehrsinfos sind für Deutschland, Österreich, die Schweiz, Belgien, Frankreich, Großbritannien, Italien, Norwegen, die Niederlande und Spanien verfügbar - vorausgesetzt natürlich, man nutzt eine Route-66-Mobile-Version mit den entsprechenden Landes-Kartendaten.

Als Fußgänger-System eignet sich Route 66 mobile übrigens nicht. Natürlich lässt sich das Handy auch außerhalb des Autos nutzen, und auch der GPS-Empfänger kann mit ein wenig Mühe zu Fuß auf die GPS-Satelliten ausgerichtet werden. Doch das verwendete Kartenmaterial vom Zulieferer Navteq ist ausschließlich auf Autostraßen ausgelegt - Fußgängerwege und -zonen bleiben außen vor.

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