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Drei Festplatten-Generationen: Was hat sich verändert?

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07:50 - 15/06/2009 von Patrick Schmid, Achim Roos

Die Einführung der Magnetischen Senkrechtaufzeichnung (Perpendicular Magnetic Recording bzw. PMR) war wichtig, um die Kapazität von Festplatten auf 1000 GB und mehr steigern zu können. Dadurch waren Festplattenhersteller endlich in der Lage ihre Kapazitäten von 500 GB auf 1000 GB hochzuschrauben, wobei lediglich Seagate ein Laufwerk mit 750 GB im Angebot hatte. Das erste Terabyte-Laufwerk, die Deskstar 7K1000 von Hitachi, basierte auf massiven fünf Platter, da hier PMR nicht verwendet wurde. Die Seagate Barracuda 7200.11 basierte trotz der Verwendung von PMR auf vier Platter. Etwas später legte Samsung dann die Spinpoint F1 mit einer Kapazität von 1 TB nach, die als erste Performance-Festplatte ihre üppige Kapazität auf drei Platter verteilte, wodurch das Laufwerk effizienter und eindeutig schneller wurde. Dieses Produkt verschaffte Samsung und dessen Kunden aufgrund seines so genannten “Sweet Spot”, so werden normalerweise Festplatten mit einer einzigen Platter genannt, einen wirtschaftlichen Vorteil, da dieser dank der bedeutend höheren Datendichte von 250 GB auf 320 GB verlegt werden konnte. Auch heutzutage ist preiswerter Sweet Spot-Speicher der Schlüssel zu grossvolumigen Festplattenverkäufen.

Schneller, langsamer

Infolge der erhöhten Datendichte ist auch der Durchsatz gestiegen, da die Köpfe mehr Daten lesen oder schreiben können, während physische Bedingungen wie Umdrehungsgeschwindigkeit und der Formfaktor des Laufwerks beibehalten werden können. Somit stieg die Spitzentransferleistung von Festplatten von ungefähr 80 MB/s im Jahr 2007 auf mehr als 120 MB/s in 2009. Hierbei beziehen wir uns auf Laufwerke mit 7.200 U/Min. Da Effizienz jedoch fast so wichtig ist wie hohe Performance, verringert sich die Umdrehungsgeschwindigkeit mancher Mainstream-Festplatten zunehmend: Die Barracuda LP von Seagate läuft mit 5.900 U/Min, die Caviar Green-Produkte von Western Digital und die EcoGreen-Laufwerke von Samsung hingegen mit 5.400 U/Min. Alle zuvor genannten Laufwerke bieten hohe Speicherkapazität bei guter Performance. Wie Sie unserer Vergleichstabelle zur Evolution der Samsung-Festplatten entnehmen können, ist der Performance-Rückschritt aufgrund der verringerten Umdrehungsgeschwindigkeit von 7.200 U/Min auf 5.400 U/Min akzeptabel: Schnelle Laufwerke im 3,5-Zoll-Format erreichen heute 110 MB/s (Samsung Spinpoint F2 EcoGreen). Damit lässt sich leben.

Trend: Mobiler Speicher, Performance-Speicher, Archiv-Speicher

Der Festplattenmarkt teilt sich derzeit in verschiedene Segmente: Bei Netbooks kommt es vor allem auf zuverlässige und günstige Festplatten im kleinen Formfaktor an. Dabei handelt es sich tyischerweise um Laufwerke im 2,5-Zoll-Format mit einem Platter und einer Kapazität von 160 GB. Die Kapazität von Notebook-Laufwerken sollte hingegen etwas größer sein, wodurch dann hauptsächlich 2,5-Zoll-Festplatten mit 5.400 U/Min und bis zu 250 GB pro Platter in Frage kommen. Prosumer-Geräte basieren auf Laufwerken mit zwei Platter und einer Gesamtkapazität von bis zu 500 GB. High-End-Notebooks sind oftmals mit Flash-SSDs oder Notebook-Laufwerken mit 7.200 U/Min ausgestattet. Soweit die Eckpunkte für mobile Speicherplatten.

Desktop-Systeme werden hingegen zunehmend mit zwei Festplattenarten ausgerüstet werden: Ihr Betriebssystem sollte auf einemr Performance-Laufwerk betrieben werden. Dabei kann es sich um eine schnelle Flash-SSD oder eine RAID-Konfiguration aus zwei oder mehr Festplatten handeln. Performance-Laufwerke wie eine moderne Festplatte mit 7.200 U/Min liefern ausreichend Performance für jeden Anwender, der zwischen Mainstream und High End eingeordnet werden kann. Während das System-Laufwerk maximale Performance bieten soll, kommt es dabei weniger auf eine große Kapazität an. Dafür gibt es auf Kapazität getrimmte Festplatten, die immer häufiger außerhalb Ihres Rechners zum Einsatz kommen. Dies ist für die Ablage von persönlichen Daten wie Fotos, Videos, Musik und ähnlichem am sinnvollsten.

Raus mit den Laufwerken

Wenn Sie vor wenigen Jahren die Kapazität Ihres PCs erweitern wollten, haben Sie vermutlich eine zusätzliche Festplatte gekauft und diese in den Rechner installiert. Der heutige Ansatz ist bedeutend angenehmer: Externe Lösungen werden mittlerweile von allen wichtigen Herstellern angeboten, bestehen aus bis zu 2 TB großen Festplatten in einem trendigen Gehäuse und werden via USB 2.0 oder vorzugsweise der schnelleren eSATA-Verbindung angeschlossen.

Jeder, der sich auch nur entfernt für die Innereien seines PCs interessiert, sollte also beim Systemlaufwerk auf maximale Performance achten, während die reine Ablage oder Archivierung von Daten auf einer preisgünstigen externen Festplatte im 3,5-Zoll-Format stattfinden kann.

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Kommentare zum Beitrag
Impact 16/06/2009 16:06
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-0+

Also Stromverbrauch wird für mich und die meisten anderen User bei einer Festplatte niemals ein Kaufkriterium sein. Hier kommt es mir in erster Linie auf Performance an, da HDDs immer der Flaschenhals im System sind. Als Beweis des technischen Fortschrittes allerdings mal nett anzusehen. Des Weiteren ist der Verbrauch im Gegensatz zur CPU und der/den Grakas vernachlässigbar, ausser es handelt sich um ein SetTop-Sys, oder nen NB.

pzero 16/06/2009 16:17
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-0+

Klar, als einzelnes Laufwerk machen unter 10 Watt den Kohl nicht fett. Doch wie Du schon sagtest: es geht um den Fortschritt, und da ist definitiv mehr vorhanden als anhand Modellnummer und Kapazität zu erkennen.

Anonymer Nutzer 17/06/2009 13:19
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-0+

Das sehe ich anders: Stellt euch einen Medienserver für MP3, Filme... vor, der 24/7 läuft. Da kommt was zusammen!

guru 17/06/2009 19:55
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-0+

Impact :
Also Stromverbrauch wird für mich und die meisten anderen User bei einer Festplatte niemals ein Kaufkriterium sein.



Stromverbrauch ist für z.B. mich bei der Plattengröße auf alle Fälle ein Kaufkriterium, da ich solche Platten in einem Netzwerkspeicher verwende und wie nowhere80 schon sagte, bei einem 24/7 betrieb und 2 - 3 Platten ist das merkbar. Da Netzwerkspeicher groß im kommen sind, stellen die Plattenhersteller natürlich viel mehr "Stromspar" Platten her.

Weltenspinner 17/06/2009 20:17
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-1+

Für Leute, die es leise mögen, ist die Verlustleistung auch wichtig.
eine Platte mit bis zu 4W kann man gedämmt und ohne Lüftung kühlen,
darüber wird es immer schwerer und/oder eben lauter.

lrlr 22/06/2009 13:21
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-0+

eine aktuelle 500GByte Platte als vergleich wäre halt nett gewesen..

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