Schiefertafel des 21. Jahrhunderts: TabletPC Acer Travelmate C102Ti
Inhaltsverzeichnis
- 1 – Neues Mobile-Com
- 2 – Das Pflichtenheft: Das macht den Tablett-PC zum Tablett-PC
- 3 – Unterschiedliche Gerätekonzepte: Slates und Convertibles
- 4 – Alles Einstellungssache: Das Stiftmenü
- 5 – Achtung Aufnahme: Der Eingabebereich des Tablett-PC
- 6 – Gedankenblitz? - Kurznotiz
- 7 – Mehr als nur Kurznotizen: Windows-Journal
- 8 – Wirklich beeindruckend: Die Handschriftenerkennung
- 9 – Im Bild: Acer Travelmate C102Ti
- 10 – All-inklusive: Disketten-, CD-Laufwerk und Zweitstift

Der Traum von der stiftbasierten Dateneingabe am mobilen-PC ist nicht neu. Allein Microsoft hat in den 90ern mit "Windows-CE" und "Windows for Pen Computing" schon zwei Versuche unternommen, das sogenannte "Pen-Computing" zu etablieren. Die am Markt erhältlichen Geräte krankten aber an folgenden Unzulänglichkeiten: Sie waren mobil aber zu leistungsschwach, um Anwendungsprogramme in PC-typischer Geschwindigkeit auszuführen bzw. verfügten nur über kastrierte Anwendungssoftware und taugten so eher als "mobiles Add-On", denn als vollwertiger PC-Ersatz. Der Stift diente meist lediglich als Bedienelement. Über eine Handschriftenerkennung, wie sie der Anwender von den auf MS-PocketPC basierenden PDAs inzwischen gewohnt ist, verfügten sie nicht.
In einer Allianz mit Hard- und Softwareschmieden sucht der Softwaregigant aus Redmond den Traum nun endlich wahr werden zu lassen. Mit der neuen Geräteklasse der Tablett-PCs will Microsoft dem Anwender eine vollkommen neue, natürliche, da auf Stifteingabe mit Handschriftenerkennung basierende, mobile Computing-Erfahrung ermöglichen und natürlich auch ein wenig Geld verdienen.
Das Prinzip ist denkbar "einfach": Man nehme ein stabil laufendes, bewährtes Betriebssystem (Windows-XP-Professional) und erweitere es um die nötigen APIs (Application-Programming-Interface=Programmierschnittstelle) und Tools, welche die Bedienung und die Dateneingabe mittels eines Stiftes ermöglichen. Fertig ist das "neue Betriebsystem" Microsoft-XP-Tablett-PC-Edition.
Im Gegenzug dazu verpflichten sich die Hardware-Hersteller Systeme bereitzustellen, welche das von Microsoft für den Tablett-PC erstellte Pflichtenheft erfüllen. Getreu dem Motto "Die beste Hardware bringt, nichts wenn nicht auch Software am Markt ist, die von der Innovation auch Gebrauch macht", stellt Microsoft den Softwareentwicklerin ein Software-Development-Kit (SDK) und APIs unter anderem für Handschriftenerkennung und Sprache (SAPI) zur Verfügung.
Als Zielgruppe für den Tablett-PC haben sowohl Soft- als auch Hardwarehersteller, die "Road- und Corridor-Warriors" im Visier: Sei es der Arzt, der sich bei der morgendlichen Stippvisite eines Tablett-PC bedient, der Versicherungsvertreter oder auch ein Paketzusteller. Alle könnten von einem Tablett-PC profitieren. Die Szenarien in denen der Einsatz des Tablett-PC denkbar und sinnig ist, sind sehr vielfältig. Es lohnt also einen genaueren Blick auf das dieser neuen Gerätekategorie zugrunde liegende Betriebssystem zu werfen. Außerdem hat THG mit dem Acer Travelmate C102Ti einen typischen Vertreter der Tablett-PCs einem ausführlichen Text unterzogen.
