4) Messmodus 802.11a-ONLY

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18:00 - 17/12/2003 von Dr. Harald B. Karcher

Bisher hatten wir im 2,4 GHz Band gefunkt und gemessen. Nun wechseln wir mit dem nächsten Betriebsmodus 802.11a in das 5-GHz-Frequenzband. Hier sind die Mikrowellen noch kürzer und haben schon rein physikalisch mehr Probleme mit der Durchdringung von Stahl-Betonwänden und anderen Hindernissen als bei 2,4 GHz. Wir greifen zunächst über das LAN-Kabel wieder auf den Lancom L-54ag Wireless zu und aktivieren dort den Modus 802.11a. Die WLAN-Karte im Notebook bleibt wie immer unverändert konfiguriert - sie soll sich in den 5 GHz Messungen ebenfalls wieder automatisch nach den Vorgaben des Access Points richten. Wir könnten sie jedoch auch jedes Mal fix auf den jeweiligen Betriebsmodus umstellen.

Voila: Auf zwei Meter Distanz zum Access Point L-54ag Wireless funken wir jetzt mit Spitzenwerten bis zu 38,278 MBit/s und mit einem Schnitt von 36,38 MBit/s über 10 Messungen gemittelt. Das sieht sehr gut aus, zumal der Intel PRO 5000 Dualband Access Point etwa im Frühling 2003 in der gleichen Situation "nur" 22,37 MBit/s erbracht hatte.

Doch die Enttäuschung folgt prompt, denn schon im DG-Rechts - also nur eine Wand weit entfernt - meldet der Laptop mit der Lancom Karte Airlancer MC-54ag Wireless bereits: NO LINK! Die Brandschutzbetonmauer killt den Lancom-Durchsatz im 5-GHz-Band auf 0,00 MBit/s - das Intel-11a-Pärchen hatte in dieser Situation immerhin noch schlappe 1,32 MBit/s netto zustande gebracht.

Erstaunlich schnell ist das Lancom-Produkt dann aber wieder im OG-Links - dort trennt ihn eine Betondecke im rechten Winkel vom Access Point. Wir senden die 1.000 kByte-Messdatei im Schnitt mit 33,41 MBit/s netto durch die Decke. Das Intel-Paar erreichte in dieser Situation brauchbare 5,76 MBit/s.

Schließlich die vierte und schwierigste Messstation im OG-Links: Dort beschert uns Lancom wieder NO LINK und Null Durchsatz. Das Intel-Paar schaffte hier über 10 Messungen hinweg immerhin ein Schleichtempo von 1,08 MBit/s.

Zwischen-Fazit zu 802.11a: Sehr schnell und sehr kurz! In diesem Modus war Lancom zwar das bisher schnellste von uns gemessene 11a-Test-Paar, aber leider nur, wenn keine oder leichte Hindernisse den Funk behindern. Das 11a-Paar von Intel war deutlich langsamer, aber wenigstens gab es beim älteren System von Intel (Xircom Inside!) auch an den schwierigsten Stellen noch eine marginale Verbindung und einen Minimaldurchsatz. Das hat Vorteile und Nachteile. Die meisten WLAN-Anwender legen allerdings viel Wert auf gute Reichweite, denn sonst wird die Installation sehr schnell zu aufwändig, weil man dann in jedem Raum einen eigenen Access Point installieren muss.

Im gleichen Raum (DG-Links) und im rechten Winkel durch die Decke (OG-Links) ist der 11a-ONLY-Modus sehr schnell. Die in schrägen Winkeln zu durchdringende Brandschutzmauer ist aber der absolute Durchsatz-Killer für den 11a-Modus.
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