Nokia 6210: Highlight HSCSD-Technik

Als neues Kultmodell und "In-Handy" hat das 6210 die Geräte der 51er und 61er Serie inzwischen abgelöst. Das Handy wird sowohl vom Manager, als auch von der sozialen Mittelschicht genutzt, obwohl beide Personenkreise wohl kaum die gebotene Funktionsvielfalt ausnutzen. Eigentlich ist das 6210 erst bei Datennutzung unter Verwendung von HSCSD so richtig ausgelastet. Wer nur damit telefoniert, verschenkt einen Großteil an Funktionsvielfalt. Das überdurchschnittlich großes Display mit gutem Kontrast und großer Schrift ist besonders beim WAP-Einsatz von Vorteil. Lediglich bei den Tasten macht Nokia eher einen Rückschritt. Diese wenig griffigen, aus festem Kunststoff bestehenden Tasten hätten ihren Dienst besser versehen können, wenn sie wie bei der 51er/61er Serie aus weichen Gummi hergestellt worden wären. Da ist die integrierte VoiceDial-Funktion nur ein kleiner Trost. Immerhin lassen sich damit zehn Rufnummern mit Spracheingabe wählen.
Der mitgelieferte Lithium Ionen Akku sorgt für lange Standbyzeiten. Schaltet man das 6210 in der Nacht aus, so können durchaus Zeiten von bis zu einer Woche erreicht werden.
Erwähnenswert ist weiterhin der sehr große interne Speicher des Handys. Dort lassen sich bis zu 500 Einträge speichern. Das ausgesprochene Highlight des Nokia 6210 ist die eingebaute HSCSD-Tauglichkeit. Damit ist es dem Anwender möglich die Datenübertragung auf bis zu 43,2 kbit/s zu beschleunigen indem er, ähnlich wie bei der ISDN-Kanalbündelung, mehrere GSM-Kanäle bündelt. Dies setzt jedoch einen entsprechenden Handyvertrag voraus, wie er in Deutschland jedoch nur von D2 und E-Plus angeboten wird. Das 6210 wird in diesem Test für die Ermittlung der HSCSD-Testergebnisse verwendet.
