Große Vielfalt: Preise für P4-Chipsätze

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19:00 - 19/05/2003 von Frank Völkel

Die Vielfalt an Chipsätzen für den Pentium 4 kennt momentan kaum Grenzen. Insgesamt 11 Chipsätze stehen für Hersteller und Kunden zur Auswahl: Es gibt den Intel 845 zum Einstieg in sieben Varianten, während der Mittelklassechip 865 demnächst in drei Varianten (P, PE, G) erhältlich sein wird. Der 875P (Canterwood) löst den ehemaligen Highendchipsatz 850E ab, auch wenn es mit Recht noch Verfechter der Rambus-Plattform gibt. Etwas fraglich bleibt die Rolle des Abfallprodukts 865 (Springdale), der kaum günstiger als der 875P ist und auf die PAT-Technik verzichtet.

Für OEM-Einkäufer gestaltet sich die Situation derzeit so: Preislich nimmt der 875P mit 53 Dollar (50 Dollar ohne RAID-Funktion) den Spitzenplatz ein, während der 865G mit 45 Dollar (ohne RAID-Funktion 41 Dollar) notiert. Das ehemalige Flaggschiff 850E ist günstiger zu haben - es kostet 40 Dollar. Die Einstiegschips der 845-Derivate liegen zwischen 21 Dollar (845) und 35 Dollar (845GE). Ausgehend von diesen Preisen sind in den nächsten 3 Monaten kaum Veränderungen zu erwarten.

Überblick über die Testkandidaten: Sinn & Unsinn

Was haben die neuen Canterwood-Boards zu bieten? Auf jeden Fall liegt mehr Farbe voll im Trend, von einer einzigen Ausnahme einmal abgesehen. Nicht allein im PCB unterscheiden sich die einzelnen Hersteller, vielmehr werden Speicher- und Komponentenslots eingefärbt - je auffälliger umso besser. Teilweise kommt ein fluoreszierender Farbstoff zum Einsatz, der das Board fit für die nächste LAN-Party macht. Ein Kandidat fällt besonders aus der Reihe, indem ein dekoratives Lauflicht mit LEDs für Aufmerksamkeit sorgt. Auch eine schillernde Verpackung ist absolut in - schließlich soll der Kunde im Fachgeschäft optisch angezogen werden. Über die Motive auf so manchem Karton lässt sich allerdings streiten. Erfreulich ist auch die Tatsache, dass viele Hersteller mehr Zubehör denn je in Form von Kabeln, Slotblenden, Zusatzgeräten und dem Motherboard beipacken. Somit muss der Käufer nicht zusätzliche Ausgaben tätigen. Positiv stellt THG fest, dass die in der Vergangenheit vielfach kritisierten CNR-, AMR- und ACR-Slots endlich von den Platinen verschwunden sind. Das häufig zu hörende Argument seitens der Hersteller - ein OEM-Kunde verlangt danach - war nicht mehr haltbar. Wer heute mit dem Gedanken spielt, sich ein Motherboard mit 875P-Chipsatz zuzulegen, dem stellt sich eine wichtige Frage: Wird der Northwood-Nachfolger "Prescott" von der Platine überhaupt unterstützt? Laut den internen Angaben von Intel-Papieren schon, sofern ein entsprechender Spannungsregler mit Erfüllung der VRM-Spezifikation 10.0 verbaut ist. Hinzu kommt ein angepasstes Bios und das war's auch schon. Eine Ablösung des 875P ist erst Mitte 2004 in Sicht: Der Grantsdale-Chipsatz soll dann Dual-DDR2 anbieten und der Speichertakt steigt auf bis zu 266 MHz (533 MHz Marketingangabe). Ein wesentliches Highlight wird die Abschaffung des AGP-Slots durch PCI Express mit 16 Lane's (64 physikalische Leitungen) sein.

Neue ICH5-Southbridge mit integriertem RAID-Controller für Serial-ATA-Festplatten.
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