Die Zukunft: RAID bald überall?

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18:00 - 04/12/2003 von Patrick Schmid

Eine uns zur Verfügung gestellte Präsentation enthielt diese Darstellung, die NetCells Ausrichtung von RAID XL deutlich macht.

Intel hat durch die Integration eines RAID-fähigen Serial-ATA-Controllers in die aktuelle Southbridge ICH5-R bereits Zeichen gesetzt. Tatsächlich gibt es eine ganze Reihe von Anwendungen, die durch ein schnelleres Festplattensubsystem deutlich profitieren können. Dazu gehören nicht nur die Bearbeitung von unkomprimierten Audio- oder Videodaten, sondern auch mächtige Applikationen, die kaum ohne Auslagerungsdatei oder eine Vielzahl an bei Bedarf zu ladenden Modulen auskommen (als Beispiel sei Adobe Photoshop genannt).

NetCell sieht in den kommenden drei Jahren beinahe eine Verdoppelung des Bedarfs an High-Performance-Systemen für Gamer und Enthusiasten sowie ein enormes Marktpotential für RAID-Anwendungen. Tatsächlich wachsen die durchschnittlichen Dateigrößen immer weiter an, man denke da nur an Megapixel große Fotos, Videodateien und hochqualitative Sounddateien (wer will schon MP3s mit nur 128 kBit/s).

Die bereits angesprochenen Gamer brauchen jedoch nicht nur Performance, sondern auch eine Menge Speicherplatz. Neue Spiele begnügen sich längst nicht mehr mit einer CD, sondern füllen inzwischen gut und gerne gleich eine DVD. Doch auch "ernsthafte" Anwendungen wie Microsofts Visual Studio werden heute auf einer DVD ausgeliefert, mit Tendenz zu immer größeren Lieferumfängen.

Mit großen Festplatten wie Maxtors 300-GB-Modell lässt sich der Speicherplatz-Hunger zwar problemlos stillen, doch die gewünschte Spitzenperformance kann mit nur einer Festplatte nicht erzielt werden.

Noch dazu ist das Thema Datensicherheit nach wie vor recht heikel, denn bei allem Fortschritt hat sich in den letzten Jahren hierbei nicht allzu viel verändert. Wer völlige Sicherheit will, muss entweder auf ein problemloses RAID 1, ein komplexes RAID 5 oder regelmäßige Backups setzen. Letztere gestalten sich jedoch durch die wachsenden Festplattenkapazitäten zunehmends schwieriger, denn 100 GB beanspruchen bereits 22 DVDs.

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