Dieses Feature ist bislang selten: Eine Festplatte muß nicht komplett in ein Array eingebunden werden, sondern kann zu entsprechenden Teilen auch in zwei oder drei Arrays Dienst tun.
Wozu das gut ist? Würden Sie ein RAID-5-Array bestehend aus vier Festplatten à 200 GB um zwei weitere Laufwerke erweitern wollen, können sie in Zukunft auch zwei 300-GB-Festplatten verwenden. Da auf jeder Festplatte je 100 GB ungenutzt blieben, erlaubt Fulcrum die Erstellung eines zusätzlichen Arrays über diese beiden. Ein RAID 0 für temporäre Daten vielleicht?
Von großer Bedeutung könnte dieses Feature auch im Low-Cost-Bereich sein, man denke nur an Konfigurationen mit nur zwei Festplatten: Die erste Hälfte der beiden Laufwerke liesse sich als RAID 0 verwenden - perfekt für das Betriebssystem mitsamt der Auslagerungsdatei. Auf den zweiten Teil der Laufwerke spiegeln wir den Datenbestand in einem RAID 1. Würde eine der Festplatten ausfallen, müsste ein Ersatzlaufwerk angeschafft und Windows neu installiert werden. Ihre wirklich wichtigen Daten sind jedoch auf beide Festplatten gespiegelt und stehen sofort wieder bereit!
Eine weiteres Szenario wäre die gleichzeitige Nutzung mehrerer Festplatten für zwei Anwendungen. Man nehme beispielsweise 8 Laufwerke à 100 GB. Im RAID 5 stünden damit 700 MB zur Verfügung (die Kapazität eines Laufwerks fällt für Paritätsdaten weg). Wenn wir uns mit nur 500 MB begnügen, steht noch genug Platz zur Verfügung, um ein 200 GB großes RAID 0 über die gleichen Laufwerke einzurichten. Somit steht ein "sicherer" Datenbereich mit RAID 5 und ein sehr schneller Bereich für temporäre Daten zur Verfügung. Was will man mehr...
Wir haben dieses Szenario sowohl mit dem RAIDCore-Adapter, als auch mit Adaptecs 2200S ausprobiert. Fehlerfrei funktionierte es nur bei RAIDCore.

