Service Pack 6 für NT 4.0

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15:37 - 28. Oktober 1999 von Uwe Scheffel

Microsoft gibt die englische Version des Service Pack 6 für Windows NT 4.0 frei. Wie gewohnt dürfen wir noch ein paar Tage auf die deutsche Fassung warten. Laut Microsoft enthält dieses Service Pack keine weiteren Jahr-2000-Updates. Diese wurden bereits im Service Pack 4 zur Verfügung gestellt. Generell gelten wieder die allgemeinen Update-Regeln: Nachdem sie das SP6 aufgespielt haben, sollten nach Möglichkeit keine weitere Hardwaretreiber oder Software von der NT4-Original-CD installieren, da eventuell neuere Treiberversionen mit alten überschrieben werden können. Wenn Sie es doch vornehmen müssen, so legt Microsoft ein erneutes "Überstülpen" des SP6 nahe.

Das SP 6 enthält alle Updates vorangegangener Service Packs. Die Neuerungen sind nicht gerade üppig. Microsoft macht NT 4.0 eher für das Zusammenspiel mit Windows 2000 fit. Besonders Anwender, die beide Betriebssysteme für eine Übergangszeit gemeinsam benutzen wollen, dürften vom SP6 profitieren. Folgende Dual-Boot-Probleme von NT 4.0 und Windows 2000 wurden beseitigt:

Bislang musste man den Computern unterschiedliche Namen geben, wenn sie sich auf dieselbe NT-Domain einloggen wollten, obwohl natürlich nur jeweils ein Betriebssystem (NT 4.0 oder Windows 2000) aktiv sein kann. Dieses Problem betrifft nur NT-Domains jedoch nicht Netware-Server. Mit dem NTFS-Dateisystem gibt es häufig Probleme mit den Zugriffsrechten. Wird Windows 2000 auf eine NTFS-Partition installiert, die bereits unter NT 4.0 formatiert wurde, so sind nicht alle neuen Zugriffsrechte nutzbar. Andersherum will NT 4 wenig von einer (neueren) NTFS-Partition des Windows 2000 wissen. Ein Update des NTFS-Treibers soll hier weiterhelfen.

Mit dem SP6 sollen auch einige Stabilitätsprobleme beseitigt werden. In Verbindung mit OLE können sich zwei Prozesse aufhängen, wenn sie sich in kurzen Zeitabständen gegenseitig aufrufen. Ein weiteres Crash-Problem wurde angegangen: Wird der Internet Connection Manager nicht im Standardverzeichnis installiert, so kann es bei der Modem-Anwahl mit dem RAS-Client zu Abstürzen kommen.

Zusammenfassen möchten wir an dieser Stelle noch einmal die Patches die seit dem Service Pack 5 und danach (Postfixes) integriert wurden:

1) NT 4.0 kann sich in bestimmten Fällen selbst unbrauchbar machen, wenn es auf einer Partition installiert wurde, die größer als 4 GB ist. Findet sich in der Boot.ini-Datei der Syntax "Multi()...", so bootet das Betriebssystem manchmal nicht. Ersetzt man diesen Syntax mit dem passenden Ausdruck für die Festplatte, z.B. "Scsi()...", dann tritt dieses Phänomen nicht auf.

2) Wechseldatenträger wie ZIP-Drives sind unter Umständen bis zu fünf Mal langsamer bei Schreibvorgängen, wenn sie mit NTFS formatiert sind anstelle mit FAT.

3) Druckt man aus Outlook 98, kann sich der Rechner aufhängen.

4) Mit dem Updates werden die SIMD Streaming Extensions (SSE) des Pentium III unterstützt.

Das englische Service Pack 6 finden Sie hier:

Microsoft Service Pack 6

Quelle: Tom's Hardware

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