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19:00 - 18/04/2000 von Patrick Schmid

Intels 82440BX-Chipsatz war der erste, den Grafikstandard AGP 2x unterstützte. Bei einer Taktfrequenz von 66 MHz ermöglicht dieser Übertragungsmodus eine Bandbreite von 533 MByte/s. Auf den ersten Blick scheint dies viel zu sein, doch neue Spiele werden mit immer größeren Texturen aufwarten, die schon bald höhere Bandbreite erfordern.

AGP 4x ist heutzutage das Standard-Interface für moderne Grafikkarten. Seine maximale Transferrate zum Hauptspeicher beträgt 1066 MByte/s. In der Taktrate hat sich zwischen AGP 2x und 4x nichts geändert: Sie bleibt bei 66 MHz. Die doppelte Bandbreite entsteht hingegen aus dem neuen Übertragungsverfahren. Pro Taktzyklus werden bei AGP 4x doppelt so viele Daten über den Bus gepumpt als bei AGP 2X.

Modus Bandbreite Taktrate Verfahren Signalspannung
AGP 1X 266 MByte/s 66 MHz Single Clocked (4 Byte pro Zyklus) 3,3 Volt
AGP 2X 533 MByte/s 66 MHz Double Clocked (8 Byte pro Zyklus) 3,3 Volt
AGP 4X 1066 MByte/s 66 MHz Quad Clocked (16 Byte pro Zyklus) 1,5 Volt

Zurück zu den Chipsätzen. Die 66 MHz AGP-Takt müssen vom Front Side Bus (System Bus) abgeleitet werden. Dies geschieht durch sogenannte Bustaktteiler. Der BX-Chipsatz besitzt dafür zwei: Bei einem FSB von 100 MHz verwendet man den Teiler 2/3, um auf die 66 MHz AGP-Takt zu kommen. Bei einem FSB von 66 MHz (z.B. Celeron) ist der Teiler 1/1. Übertaktet man nun den Front Side Bus auf 133 MHz, läuft beim BX der AGP nun günstigstenfalls mit 88,8 MHz, was nur wenige Grafikkarten vertragen . Auch der Via Apollo Pro 133 (VT82C693A) besitzt keine guten Voraussetzungen bei AGP. Maximal wird der Modus 2x unterstützt. Um in den Genuss von AGP 4x zu kommen, müssen Sie eine Hauptplatine mit dem Via Apollo Pro 133A (VT82C694X) erwerben. Dieser besitzt im Gegensatz zum BX nun drei Teiler:

Front Side Bus typische CPUs Teiler AGP-Takt
66 MHz Celeron 1/1 66 MHz
100 MHz Pentium II und Pentium III mit PC100 SDRAM 2/3 66 MHz
133 MHz bestimmte Pentium IIIs mit PC133 SDRAM, die für 133 MHz FSB ausgelegt sind 1/2 66 MHz

Obwohl die neueste Chip-Revision des 440BX tadellos 133 MHz FSB unterstützt, fehlt der notwendige Teiler 1/2, um den AGP auf 66 MHz zu bekommen. Wie erkennt man nun an den Grafikkarten, dass diese für AGP 4X ausgelegt sind? Ganz einfach:

Der Anschluss-Stecker von AGP 2x-Grafikkarten haben nur eine Kerbe...

... während man 4x-Modelle an der zweiten Kerbe erkennen kann.

AGP-4X-Grafikkarten sind abwärtskompatibel. Steckt man sie in Motherboards mit AGP-2X-Chipsätzen, so funktionieren sie trotzdem, jedoch nicht mit der maximalen Performance.

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