Bis zum Ende des Jahres 1995 kamen in den meisten PC-Systemen Hauptplatinen mit Sockel 5 zum Einsatz. In solchen Rechnern kann ein AMD K6-2 oder AMD K6-III nicht direkt eingebaut werden.
Der Grund: Auf dem Motherboard befindet sich nur ein einfacher Spannungswandler, der noch keine getrennten Spannungen (split voltage) für die neuen AMD-Prozessoren unterstützt. Standardmäßig stellt der Spannungswandler auf alten Platinen nur eine Spannung von 3,3 Volt oder 3,5 Volt zur Verfügung.
Alle schnellen AMD-Prozessoren der K6-2-Serie (und K6-III-Serie) benötigen dringend eine Core-Spannung von maximal 2,2 Volt und eine I/O-Spannung von 3,3 Volt. Um die AMD-Prozessoren in Sockel-5-Motherboards einzusetzen, muss ein Zwischensockel mit einem integrierten Spannungswandler verwendet werden.
In Deutschland vertreibt die Firma Topgrade ein geeignetes Modell, welches allerdings nur zusammen mit einem AMD K6-2-Prozessor verkauft wird. Wer den Zwischensockel und die AMD-CPU separat anschaffen will, muss auf die Angebote einiger Internetversender zurückgreifen.

Nachdem der alte Prozessor entfernt wurde, kann der Zwischensockel (mit Spannungswandler) in den Sockel 5 eingesetzt werden.

Anschließend wird der AMD K6-2 in den Zwischensockel gesteckt. Achtung: Der Zwischensockel hat keine Hebelarretierung!
