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Solar-PC selbst gebaut: Grundlagen
2 - Eigene Stromversorgung: Berghütte, Schrebergarten, Experimentalzwecke
Unser Projekt fällt unter die so genannten Inselsysteme, also ohne Verbindung zum öffentlichen Stromnetz. Somit benötigen wir auch keinen Wechselrichter zur Umwandlung des gewonnenen Gleichstroms in Netzwechselstrom (230 Volt, 50 Hz). Somit können wir ein PC-System direkt an den Solarzellen – gekoppelt über einen Regler – betreiben. Nachts oder an besonders trüben Tagen wird die Anlage mittels eines Akkus gepuffert, der zuvor per Sonnenergie aufgeladen wurde. Die Sonne strahlt pro Jahr und Fläche auf Deutschland soviel Energie ab, die den jährlichen Energiebedarf um das 80-fache übersteigt. Unsere Solaranlage macht unabhängig von den Energiepreisen und bietet viel Potenzial für Optimierung und Experimentierarbeiten.
Schließlich gibt es Anwendungsfälle, wo die Stromversorgung per Solarzellen die einzige Möglichkeit darstellt. Dazu gehören Gebiete ohne Anbindung an das Stromnetz der Energieversorger. So verfügt beispielsweise die abgeschiedene Berghütte in Bayern über keinen Stromanschluss und die Erschließung mit Elektrokabel kostet günstigenfalls 70 Euro pro Meter. Hinzu kommen teure Grund- und Anschlusskosten, die sich für eine einfache Installation nicht rechnen. Selbst unter der Prämisse einer Erschließung mit Aushub Kabelverlegung, sofern es die gesetzlichen Bestimmungen (Naturschutz!) überhaupt erlauben, schlagen schnell Kosten mit 20000 Euro und mehr zu Buche. Auch gibt es genügend Beispiele für Schrebergärten (Hanglage), die vom technischen Ansatz her nicht mit Strom versorgt werden können. Abhilfe schafft hier nur die Nutzung der Sonnenergie. Schließlich wäre noch das Argument der Anschaffung eines Dieselaggregats zu diskutieren – welches im Baumarkt für ein paar hundert Euro erhältlich ist. Sicherlich ist es eine einfachere und billigere Lösung, um ein PC-System mit Strom zu versorgen. Doch laute Dieselaggregate mit stinkenden Abgasen sind nicht jedermanns Geschmacks.
Die Anwendungsfelder sind universell: So kann beispielsweise ein Buchautor oder Wissenschaftler in Ruhe fernab der Zivilisation seine Arbeit verrichten, ohne Kontakt zur Außenwelt zu haben. Ebenso lassen sich Fotos und Videos von Kameras einspielen und weiterverarbeiten – der Kameraakku kann dabei selbstverständlich per Sonnenenergie geladen werden. Nicht zu vergessen: Auch könnte der Aufbau eines solarbetriebenen PCs für so manchen Anwender aus politischer Motivation entstehen.
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Wow! Was für eine Idee, genial! Wäre toll, wenn sich der etwas besser auskennende Verbraucher aus den Artikeln selbst so einen PC bauen könnte (wobei ich natürlich nicht weiß, inwieweit man schon fertige Solar-Komponenten kaufen kann). Alleine wenn das 10 Leute tun, wäre das ja schon eine kleine Umweltentlastung. HUT AB!
Ein interessantes Thema, aber mich würde sehr interessieren, was eine solche Solaranlage kostet? Ich meine komplett mit allem Drum-und-dran.
Oder hab ich das überlesen?
Mich auch, da sticht mir aber auch schon eine Werbung von Google hier ins Auge: "Solarnachführung 65W 999€ von Solartrack". Ich hoffe, THG hat da eine günstigere Lösung. Seien wir einfach gespannt. Wenn das halbwegs rentabel ist und nicht allzu schwer zu bauen, werden sich hoffentlich einige (inklusive mir) auf die Bastelei stürzen. Die Solaranlage und der PC sollte ja kein Problem sein bei den richtigen Komponenten.
Beschwerde: diese Hinhalterei ist nervaufreibend...
Lob: toller Artikel, bin gespannt auf die Fortsetzung
1. Solarzellen kosten viel Strom, vor allem in der Herrstellung (da wird mehr Strom verbraucht als die Zellen jemals abgeben)
2. Solarzellen zu recyceln ist sehr teuer und ähnlich umweltbelastend wie die Batterieentsorgung (Silizium,Edel/Schwer-Metalle, Verunreinigungen, Cadmium, usw...)
3. Der verwendete Akku ist die Krönung des ganzen. Wie oft kann man den wohl laden wenn er nicht einmal auf Polymer-Technologie basiert? (1000x Mal wäre schon gut, das wären dann so ca. 3-4 Jahre)
4. Solarzellen halten nicht ewig. Fragt da mal die Leute von der ESA/NASA, die können ein Lied davon singen.
Davon mal abgesehen ist das eine gute Idee, vor allem wenn man Geld sparen will. Energie wird dank Trusts und Korruption immer teurer. Wenn man davon ausgeht, dass Energiepreise in den nächsten Jahren locker 300% steigen können, ist das eine sinnvolle Investition.
1. Solarzellen kosten viel Strom, vor allem in der Herrstellung (da wird mehr Strom verbraucht als die Zellen jemals abgeben)
Das war vielleicht mal in den 80er Jahren so, du wiederholst hier nicht mehr gültige Behauptungen und betreibst den gleichen FUD wie irgendwelche Kraftwerksbetreiber, die ihre Felle davonschwimmen sehen.
Das Argument mit Verhältnis den Herstellungsverbrauch und den Nutzungsgewinn würde ich so schnell nicht abtun. Ich habe noch keine wirklich brauchbare Studie gesehen zu diesem Thema. Die einen benutzen einfach die Siliziumabfälle der Chipindustrie ohne einzurechnen wieviel Energie verbraucht wurde bis diese überhaupt vorhanden sind. Andere rechnen mit zu kurzen Lebenszeiten. Und wieder andere sind zu optimistisch was die wirkliche Sonnendauer angeht.
Aber ich glaube schon das der Nutzen auf lange sicht größer ist. Nur rechne jetzt mal aus wieviel Solarzellen allein für die Produktion weiterer Solarzellen (Ersatz der ausgefallenen)arbeiten müssten...
Grundsätzlich finde ich die Idee nicht schlecht - aber nur um aufzuzeigen was technisch möglich ist. Den Preis kann man getrost mal beiseite lassen.
Kein vernünftig denkender Mensch wird um Geld zu sparen solch eine Lösung bei den heutigen Preisen anstreben.
Nicht dass ich gegen Stromsparen und Umweltschutz bin - ganz im Gegenteil, man muß eher schauen wo kann ich mit geringst möglichem Einsatz (Geld) die größte Effektivität erreichen.
Ich kann beispielsweise nur immer wieder den Kopf schütteln, wenn jemand für 20.000€ eine Photovoltaikanlage aufs Dach des Altbaus schraubt, hierfür subventionierte Gelder einsteckt um ein paar Kilowattstunden Strom zu erzeugen und sich dann noch als Umweltfreund hinstellt! Hätte er das gleiche Geld in eine anständige Wärmedämung gesteckt wäre der Umwelt mindestens mit dem Faktor 10 oder sogar mehr geholfen. Den großen High-Tech-Anspruch kann man damit allerdings nicht nach aussen präsentieren - was manchen anscheinend wichtiger ist wie das Ergebnis !
@teutone und andere:
Die energetische Amortisation ist je nach Bauart eines PV-Moduls in 2-5 Jahren klar gegeben.
http://www.solarportal24.de/nachri [...] yback.html
http://www.energiesparhaus.at/ener [...] gamort.htm
http://www.volker-quaschning.de/datserv/kev/index.html
u.a.
@Leonardo
Genau deiner Meinung, die erste sinnvolle Investition beim Energiesparen ist immer die Wärmedämmung.
Aber nichtsdestotrotz ist der solarPC von THG eine super Sache der die Leute zum Ernergiesparen und nachdenken bringt. Nebenbei wär das System auf einer Geek-Almhütte wohl sinnvoll einzusetzen. :-)
Im Prinzip eine geniale Idee, wenn die Solarzellen nicht so viel Kosten würden..
Hat THG auch einmal gedacht Strom aus dem Wind zu bekommen(zb. Windmühle oder sowas)?
und ist eine Kombination aus einer kleinen Windmühle (zb. mit Dynamo dran) und Solarenergie an den Akku anzuschließen -> dann hätte man Strom in der Nacht und immer wenn keine Windstille herrscht.
Ich hoffe sehr dass viele Leute auf umweltfreundliche und billige Stromlösungen greifen (auch wenn es den Nebeneffekt hat das die Stromkonzerne weniger Kunden haben -> weniger verdienen)
mfg
ist ein Notebook nicht eine alternative zum selbstbau rechner ? viele Notebooks gehen doch von Hause aus sparsam mit den kostbaren Strom um ...
Ein weiterer Einsatzzweck wäre der Betrieb an einer günstigen Desktop USV in Gebieten mit häufigen Stromausfällen. Je geringer der Stromvervbrauch der PC-Komponenten, desto länger kommt man ohne Netz aus.