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Solar-PC selbst gebaut: Grundlagen
1 - Solar-PC: Rechenleistung aus Sonnenlicht
THG betreibt einen Desktop-PC samt Bildschirm mit Solarzellen. 24-Stunden-Alltag. Im ersten Teil des Projekts beschäftigen wir uns mit den Grundlagen zum Thema Sonnenenergie. Daraufhin folgen die sorgfältige Konfiguration des PC-Systems samt Komponenten und Aufbau sowie Verschaltung der aus zwei Modulen bestehenden Solar-Anlage. Bilder und Videos beschreiben Schritt für Schritt den Aufbau und die Inbetriebnahme. So viel vorab: Es steckt viel Herzblut und Enthusiasmus in diesem Projekt. Wahrscheinlich wird es Nachahmer geben – wir sind auf Anregungen gespannt.
Selbst unter gnadenlosen Leistungsfanatikern setzt sich langsam aber sicher die Erkenntnis durch: Ein hochgerüsteter PC kostet eine Menge Geld. Dabei ist es nicht der schleichende Wertverlust der Hardware-Komponenten, der im Dauerbetrieb drastisch zu Buche schlägt, sondern vielmehr der Stromkonsum. Ein klassischer Bolide kann 400 Euro Stromkosten im Jahr verursachen. Steigende Energiekosten, staatliche Vorschriften und Ideologie der Stromkonzerne lassen das Thema Photovoltaik immer interessanter werden.
Dabei geistert dieses spannende Projekt schon seit zwei Jahren durch die Münchner THG-Redaktion: Solarzellen versorgen ein herkömmliches PC-System autark mit Energie – vollkommen unabhängig und im Dauerbetrieb. Dabei wurde die gesamte Anlage in wochenlanger Detailarbeit konzipiert und konfiguriert. Im ersten Teil dieses Selbstbau-Projekts beschäftigen wir uns mit den Grundlagen.
Stromsparen hat höchste Priorität, ohne jedoch auf Leistung zu verzichten. Andernfalls könnten wir auch mehrere Notebooks gleichzeitig ohne großen Aufwand mit Solarstrom betreiben. Der hohe technische Anspruch der Redaktion setzte die Messlatte, so dass unser Projekt auf einem herkömmlichen PC-System basiert: Ein großformatiges, hochauflösendes Display und ordentlich Rechenleistung in Kombination mit einer vollwertigen Tastatur bedeuten wesentlich mehr Ergonomie im Alltag.
Was sich lapidar liest, äußert sich in der Praxis geradezu dramatisch. Unsere fertig aufgebaute Solaranlage – automatisch an den Sonnenstand angepasst - kokettiert mit einer Spitzenleistung von 290 Watt. Rational veranlagte Naturen mögen ins Feld führen, dass schließlich alles etwas kostet. Wir sehen es als einen Schritt in die nahe Zukunft, dem Ausloten des derzeit Machbaren und als Denkanstoß. Für ein paar Tausend Euro kann man sein Geld in Form eines individuellen PCs zur Schau stellen oder die höchste Form der Energieeffizienz wählen: Ein auf Stromsparen getrimmtes Desktop-System mit Performance - allein vom Sonnenlicht gespeist.
THG hat sich schon lange bevor das Thema Energiesparen in Deutschland einen Hype erlebt hat, stets mit effizienter PC-Hardware auseinandergesetzt. An dieser Stelle eine Auflistung von Bauanleitungen:
- Seite vor Eigene Stromversorgung: Berghütte,...
- 1 Solar-PC: Rechenleistung aus Sonnenlicht
- 2 Eigene Stromversorgung: Berghütte, Schrebergarten, Experimentalzwecke
- 3 Münchner THG-Labor: 1800 Sonnenstunden/Jahr

Wow! Was für eine Idee, genial! Wäre toll, wenn sich der etwas besser auskennende Verbraucher aus den Artikeln selbst so einen PC bauen könnte (wobei ich natürlich nicht weiß, inwieweit man schon fertige Solar-Komponenten kaufen kann). Alleine wenn das 10 Leute tun, wäre das ja schon eine kleine Umweltentlastung. HUT AB!
Ein interessantes Thema, aber mich würde sehr interessieren, was eine solche Solaranlage kostet? Ich meine komplett mit allem Drum-und-dran.
Oder hab ich das überlesen?
Mich auch, da sticht mir aber auch schon eine Werbung von Google hier ins Auge: "Solarnachführung 65W 999€ von Solartrack". Ich hoffe, THG hat da eine günstigere Lösung. Seien wir einfach gespannt. Wenn das halbwegs rentabel ist und nicht allzu schwer zu bauen, werden sich hoffentlich einige (inklusive mir) auf die Bastelei stürzen. Die Solaranlage und der PC sollte ja kein Problem sein bei den richtigen Komponenten.
Beschwerde: diese Hinhalterei ist nervaufreibend...
Lob: toller Artikel, bin gespannt auf die Fortsetzung
1. Solarzellen kosten viel Strom, vor allem in der Herrstellung (da wird mehr Strom verbraucht als die Zellen jemals abgeben)
2. Solarzellen zu recyceln ist sehr teuer und ähnlich umweltbelastend wie die Batterieentsorgung (Silizium,Edel/Schwer-Metalle, Verunreinigungen, Cadmium, usw...)
3. Der verwendete Akku ist die Krönung des ganzen. Wie oft kann man den wohl laden wenn er nicht einmal auf Polymer-Technologie basiert? (1000x Mal wäre schon gut, das wären dann so ca. 3-4 Jahre)
4. Solarzellen halten nicht ewig. Fragt da mal die Leute von der ESA/NASA, die können ein Lied davon singen.
Davon mal abgesehen ist das eine gute Idee, vor allem wenn man Geld sparen will. Energie wird dank Trusts und Korruption immer teurer. Wenn man davon ausgeht, dass Energiepreise in den nächsten Jahren locker 300% steigen können, ist das eine sinnvolle Investition.
1. Solarzellen kosten viel Strom, vor allem in der Herrstellung (da wird mehr Strom verbraucht als die Zellen jemals abgeben)
Das war vielleicht mal in den 80er Jahren so, du wiederholst hier nicht mehr gültige Behauptungen und betreibst den gleichen FUD wie irgendwelche Kraftwerksbetreiber, die ihre Felle davonschwimmen sehen.
Das Argument mit Verhältnis den Herstellungsverbrauch und den Nutzungsgewinn würde ich so schnell nicht abtun. Ich habe noch keine wirklich brauchbare Studie gesehen zu diesem Thema. Die einen benutzen einfach die Siliziumabfälle der Chipindustrie ohne einzurechnen wieviel Energie verbraucht wurde bis diese überhaupt vorhanden sind. Andere rechnen mit zu kurzen Lebenszeiten. Und wieder andere sind zu optimistisch was die wirkliche Sonnendauer angeht.
Aber ich glaube schon das der Nutzen auf lange sicht größer ist. Nur rechne jetzt mal aus wieviel Solarzellen allein für die Produktion weiterer Solarzellen (Ersatz der ausgefallenen)arbeiten müssten...
Grundsätzlich finde ich die Idee nicht schlecht - aber nur um aufzuzeigen was technisch möglich ist. Den Preis kann man getrost mal beiseite lassen.
Kein vernünftig denkender Mensch wird um Geld zu sparen solch eine Lösung bei den heutigen Preisen anstreben.
Nicht dass ich gegen Stromsparen und Umweltschutz bin - ganz im Gegenteil, man muß eher schauen wo kann ich mit geringst möglichem Einsatz (Geld) die größte Effektivität erreichen.
Ich kann beispielsweise nur immer wieder den Kopf schütteln, wenn jemand für 20.000€ eine Photovoltaikanlage aufs Dach des Altbaus schraubt, hierfür subventionierte Gelder einsteckt um ein paar Kilowattstunden Strom zu erzeugen und sich dann noch als Umweltfreund hinstellt! Hätte er das gleiche Geld in eine anständige Wärmedämung gesteckt wäre der Umwelt mindestens mit dem Faktor 10 oder sogar mehr geholfen. Den großen High-Tech-Anspruch kann man damit allerdings nicht nach aussen präsentieren - was manchen anscheinend wichtiger ist wie das Ergebnis !
@teutone und andere:
Die energetische Amortisation ist je nach Bauart eines PV-Moduls in 2-5 Jahren klar gegeben.
http://www.solarportal24.de/nachri [...] yback.html
http://www.energiesparhaus.at/ener [...] gamort.htm
http://www.volker-quaschning.de/datserv/kev/index.html
u.a.
@Leonardo
Genau deiner Meinung, die erste sinnvolle Investition beim Energiesparen ist immer die Wärmedämmung.
Aber nichtsdestotrotz ist der solarPC von THG eine super Sache der die Leute zum Ernergiesparen und nachdenken bringt. Nebenbei wär das System auf einer Geek-Almhütte wohl sinnvoll einzusetzen. :-)
Im Prinzip eine geniale Idee, wenn die Solarzellen nicht so viel Kosten würden..
Hat THG auch einmal gedacht Strom aus dem Wind zu bekommen(zb. Windmühle oder sowas)?
und ist eine Kombination aus einer kleinen Windmühle (zb. mit Dynamo dran) und Solarenergie an den Akku anzuschließen -> dann hätte man Strom in der Nacht und immer wenn keine Windstille herrscht.
Ich hoffe sehr dass viele Leute auf umweltfreundliche und billige Stromlösungen greifen (auch wenn es den Nebeneffekt hat das die Stromkonzerne weniger Kunden haben -> weniger verdienen)
mfg
ist ein Notebook nicht eine alternative zum selbstbau rechner ? viele Notebooks gehen doch von Hause aus sparsam mit den kostbaren Strom um ...
Ein weiterer Einsatzzweck wäre der Betrieb an einer günstigen Desktop USV in Gebieten mit häufigen Stromausfällen. Je geringer der Stromvervbrauch der PC-Komponenten, desto länger kommt man ohne Netz aus.