- Stromspar-PC mit Power: Lynx MP-1
- Spiele-PC für 500 Euro: Intel oder AMD?
- IDF 2007: Zusammenfassung mit Highlights
- Der Solar-PC im Dauerbetrieb: Beschreibung der Anlage
- Livetest: Daten des Solar-PC-Projekts im Minutentakt
- Solar-PC selbst gebaut: Hardware-Komponenten
- Computex 2007: Navis, Mobil-PCs, HDTV, Heim-Supercomputer
- Computex 2007: 4 GHz Quad Cores, ultrakompakte PCs
- Mini-PCs für Mehrkern-CPUs und Vista
- Für Ungeübte: Alienware-PC fürs dicke Budget
Das Video: Solar-PC selbst gebaut
1 - Ende eines erfolgreiches Projekts
Die Tage werden kürzer, so dass die geringe Sonnenenergie nicht mehr ausreichen würde, um unseren Solar-PC auf dem Dach des Münchner Labors von Tom’s Hardware zu betreiben. Unseren Lesern sind wir noch das Video zum Thema Solar-PC schuldig, welches den gesamten Aufbau und den Betrieb der Anlage beinhaltet.
Viele Medien berichteten über dieses Thema, wobei der Deutschlandfunk eine Sendung zu umweltfreundlicher IT und unserem Solar-PC veröffentlichte. Details dazu liefert der Artikel Umweltengel unter Chip-Giganten. Die Sendung lässt sich auch hier per MP3-Podcast anhören.
Wir erinnern uns: Drei Wochen lang lief unser Solar-PC autark angetrieben durch Solarzellen - das war von Ende September bis Mitte Oktober. In Anbetracht der reduzierten Sonnenscheindauer gegenüber den Monaten Juni, Juli und August erzielten wir sehr gute Ergebnisse. Jeder Leser konnte die Arbeit des Rechners und der Photovoltaik-Anlage quasi "live" mitverfolgen, dafür sorgten automatische Kameras, die das Geschehen aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchteten. Das Video gibt noch einmal einen Überblick darüber, mit wie wenig Energie sich ein komplettes und leistungsfähiges PC-System samt Monitor betreiben lässt. Jedenfalls lässt sich unser PC-System für die tägliche Büroarbeit einwandfrei einsetzen - die wenigsten Anwender im Privat- und Geschäftsumfeld benötigen mehr. Freunde von 3D-Spielen sind mit einem Solarzellen-Antrieb nicht gut beraten, es sei denn, die Fläche der polykristallinen Zellen wird mindestens verdoppelt oder der Solar-Puffer-Akku wird entsprechend größer ausgelegt.
Wer sich umfassend über das Thema Energiesparen und PC-Komponenten informieren will, sollte folgende Artikel in Betracht ziehen:
- Solar-PC I: Grundlagen
- Solar-PC II: Hardware-Komponenten
- Solar-PC III: Installation der Anlage
- Solar-PC IV: System im Dauerbetrieb
- Der Solar-PC von Tom’s Hardware auf der Fachmesse Systems 2007
Energiesparen in punkto PC-Systeme steht bei THG seit geraumer Zeit auf dem Plan. Folgende interessante Projekte hat die Redaktion veröffentlicht:
- Seite vor Systems 2007: Blickfang im Bereich...
- 1 Ende eines erfolgreiches Projekts
Wäre es eigentlich nicht viel einfacher gewesen ein 30 Watt Notebook zu nehmen? Da wäre der Verbrauch noch geringer, der interne Akku stellt automatisch eine USV und Pufferspeicher dar, wenn's mal finster wird und man hätte das ganze System sowieso direkt mit 12V Speisen können, weil es eh auf diese Spannung optimiert ist.
Warum einfach, wenn es auch umständlich geht?
Mir ist auch nicht ganz klar, was für einen Sinn dieses Projekt haben soll! ?:|
Man könnte doch auch ganz einfach einen sparsamen Rechner kaufen und sich eine handelsübliche Solaranlage aufs Dach bauen... und beide einfach ganz normal ans Stromnetz anschließen. - Die Energiebilanz sollte die gleiche sein und es würde auch funktionieren, wenn es mal etwas länger dunkel ist.
Wenn es darum ging, einen PC unabhängig von einem Stromnetz zu betreiben (Inselsystem), dann wäre dies ein Projekt für die dritte Welt. - Dort wüsste man aber sicher die Energie sinnvoller einzusetzen, als für einen PC. (abgesehen davon, dass Photovoltaik für diese Länder viel zu teuer ist)
Unser Ansatz bestand darin, ein leistungsfähiges PC-System samt großem Monitor mit Solarenergie zu betreiben. Ein Notebook hat dagegen zu viele Einschränkungen bei den Komponenten und in der Leistung, so dass es sich nicht skalieren lässt. In der Tat sind uns Firmen bekannt, die Projekte dieser Art in der dritten Welt planen und von unserem Projekt begeistert waren. Zur Marktsituation: Derzeit gibt es keine Systeme, die in punkto Energieeffizienz mit unserem Aufbau konkurrieren können.
Frank Völkel
www.tomshardware.com/de
In dem Text oben wurde direkt nach dem Fett hervorgehobenen Satz geschrieben, dass der PC sich prima fürs Büro, zum Surfen usw. eignen würde, nicht aber zum Spielen. Für diese Aufgaben reicht selbst ein nicht mehr brandaktuelles Notebook mit Pentium M 1,5 Ghz, 1 GM RAM und Radeon 9700 Mobility Grafikchip mehr als aus. Für (ältere) Spiele und 3D-Anwendungen wäre diese Gerät dank der besseren Grafikleistung sogar wesentlich geeigneter als euer Desktopsystem.
Eben dieses Notebook benötigt bei mir im Leerlauf knapp 12 Watt und Unter Volllast nur knapp über 30 Watt. Wenn ihr unbedingt einen großen Monitor dran haben wollt, dann schließt euren 23-Watt-Moni an so ein Notebook. Damit bleibt das Gerät immer noch deutlich unter 60 Watt und wäre für das Büro sogar noch viel besser geeignet, weil man jetzt sogar zwei Monitore zur Verfügung hat!
Dank des integrierten Akkus und der 12V-Speisung der Notebooks wäre dieses System vor allem für eure Leser sehr viel einfach nachzubauen!
Also wenn ihr so ein Projekt nochmal ernsthaft machen wollt, dann nehmt doch wirklich echte Stromsparkomponenten, und schaut mal, was man da dann wirklich maximal raus holen kann.
Ach ja, das Beste ist, dass man solche Notebooks gebraucht inzwischen für nen Appel und n Ei bekommt. Damit ist das System sogar noch billiger als euer Desktop-Solar-PC.
Ich hab ein 17" notebook. leider ist unter minimal last der akku schon nach 1,5 bis 2 std. leer. liegt wahrscheinlich am dualcore 512 mb graka und 2gb arbeitsspeicher... ich hab von solchen Notebook-ladetaschen gehört, eignen die sich wirklich ? kann man die direkt an den pc anschließen, gleichzeitig arbeiten oder spielen, oder überlastet die das ?
Ich würde mal besser auf Solarkritik.de die Rubrik "Photovoltaik" recherchieren und sich insbesondere das folgende Video anzuschauen:
http://www.solarresearch.org/1029554.htm