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Einige Dinge an dem System sind aber auch ärgerlich. Erstens kann man den Controller nicht aufheben, ohne den Daumen mitten auf das LCD-Display zu setzen. Ein anderes Ärgernis ist der Bewegungssensor. Es ist ganz nett, wenn man den Controller aufhebt und er sich sogleich einschaltet, aber der Sensor ist zu empfindlich. Häufig leuchtet das Gerät auf, wenn lediglich jemand vorbeigeht. Es ist ziemlich eigenartig, dass es keine Möglichkeit gibt, den Controller auszuschalten. Wenn man aufhören will, Musik zu hören, kann man nur die Pause-Taste drücken. Es gibt weder einen Stopp-Knopf noch einen Ausschalter. In Verbindung mit dem Problem des Bewegungsmelders ergibt sich daraus, dass das Gerät häufig abends aus dem Schlafmodus aufwacht und anzeigt, was angeblich gerade läuft, obwohl die Stereoanlage aus ist und das Lied auf dem Bildschirm seit Tagen auf Pause steht. Immerhin kann man den Bewegungsmelder deaktivieren.
Ferner fielen uns zwei weitere ärgerliche Probleme auf: Der Controller fror im Test mehrere Male ein. Das passierte meistens, wenn man ihn in das Cradle zurücklegte. Zum Glück wird dadurch die Musikwiedergabe nicht angehalten und der Reset des Geräts nach der dokumentierten Methode dauert nur ein paar Sekunden. Das zweite Problem war, dass die Musik manchmal durcheinander geriet. Im Testzeitraum war zweimal einige Sekunden lang laut durcheinander geratene Musik zu hören, als hätte der Musikdecoder die Synchronisation mit dem Musikstrom verloren. Das geschah in einem wenig belasteten 100-Mbit-Kabelnetzwerk.
Unter der Haube
Das Sonos-System kann kabellos arbeiten, und es ist keinerlei Konfiguration nötig, damit die drei Komponenten, von denen zwei kabellos sind, miteinander kommunizieren. In den Tiefen der Dokumentation kann man auch eine Einstellung für die Auswahl des Kanals finden, der verwendet werden soll, doch braucht man dieses Feature nicht in der Praxis.
Die Website von Sonos gibt einige Erklärungen dazu. Das Sonos-System arbeitet offenbar mit "Sonosnet", einem AES-verschlüsselten Peer-to-Peer-Mesh-Netzwerk nach dem 802.11g-Standard. In der Liste der verfügbaren Access Points wird man keine Sonos-Komponente finden. Das System versucht automatisch, einen freien 2,4-GHz-Kanal zu finden, ohne anderen Netzwerken in die Quere zu kommen.
Ein Netzwerk-Scan förderte drei neue IP-Adressen zutage und zeigte damit, dass jedes Gerät selbst ein kleiner Computer ist. Ein Port-Scan bei diesen Geräten brachte nichts Neues, abgesehen davon, dass es offenbar einen offenen UPnP-Port gibt, der auf einem Linux-Kernel läuft. Sonos hat eine GPL-Download-Seite, auf der die spezifischen GPL-Komponenten und die verwendete Version des Linux-Kernels angegeben werden.
Es ist interessant zu sehen, wie ein UPnP-Client im Netzwerk auf die ZP80-Server reagiert. Nach dem Einschalten des Clients erscheinen beide Server. Man kann in deren Menüs herumblättern, um sich die Verzeichnisstruktur, die Namen der Künstler und Alben usw. anzuschauen. Doch muss Sonos UPnP auf ungewöhnliche Weise verwenden, denn die Art, in der sich die Sonos-Server zeigen, ist schon etwas ärgerlich. Die langen Servernamen wie "192.168.1.114 - Sonos ZonePlayer Media Server" bringen das Menü für die Auswahl der Quelle durcheinander und haben keinen besonderen Zweck. Man kann sie nicht auswählen und man kann ihre Namen auch nicht aus dem Menü entfernen.
Sonos setzt in diesem Gerät auf einen Renesas SH-4-Prozessor. Es gibt auch eine Gruppe, die eigene Erweiterungen für das Sonos-Gerät entwickelt, doch leider realisiert sie die meiste Software auf der Basis von Microsoft .NET, das limitiert die Anhängerschaft.
