Das Objektiv: Eine echte Stärke!

Seite zurück Seite vor
19:00 - 18/04/2006 von Jean-Pierre Roche

Weil sie mit einem "großen" Sensor arbeitet, muss die R1 auch ein Objektiv haben, dessen Bildbereich den gesamten Sensor abdeckt. Deshalb kann sie in Sachen Brennweitenbereich standardmäßigen Bridge-Kameras mit kleinem Sensor auch nicht das Wasser reichen. Diese können problemlos mehr als 10fach erreichen, während die R1 weniger als 5fach schafft. Andererseits liegt die kürzeste Brennweite bei 24 mm (35-mm-Äquivalent bei einer Spiegelreflexkamera), was sie zu einer echten Weitwinkelkamera macht - außerhalb der Spiegelreflexkamera-Welt immer noch selten. Die maximale Brennweite entspricht umgerechnet 120 mm, womit sich die R1 sehr gut für normale Anwendungen wie z.B. Hochformatfotos eignet, aber Nahaufnahmen weit entfernter Objekte kann man von ihr natürlich nicht erwarten. Sony bietet zwar zusätzliche Wechselobjektive an, aber diese wirken weder Wunder, noch sind sie besonders praktisch in der Handhabung. Wenn man also eine große Brennweite benötigt, sollte man sich anderweitig umschauen.

Die maximale Blendenöffnung ist im Weitwinkel mit f/2.8 sehr ordentlich, aber die f/4.8 bei Teleaufnahmen sind etwas enttäuschend. Hier zeigt sich ein Nachteil eines großen Sensors: Man bräuchte ein enormes Teleobjektiv, um bei langen Brennweiten dieselbe Helligkeit zu erzielen. Bei den Spiegelreflexkamera sind bei einem Zoom mit einer konstanten maximalen Blendenöffnung von f/2.8 in der Regel nicht mehr als 80 mm üblich, und diese allein können bereits mehr kosten als eine ganze R1...

Der minimale Fokussierabstand für Makroaufnahmen beträgt 350 mm. Das klingt nach sehr viel, aber dabei muss man bedenken, dass damit der Abstand zur Brennpunktebene gemeint ist und nicht zum vorderen Objektivteil in Teleposition. Die R1 schafft also keine extremen Makroaufnahmen, kann aber trotzdem kleine Objekte abbilden. Der minimale Bildbereich liegt bei ca. 10 x 6,6 cm, was recht gut ist, wenn auch nicht ganz so gut wie bei einigen Kompaktkameras. Um noch näher heran zu kommen, benötigt man ein Erweiterungsobjektiv.

Sony hat seine Partnerschaft mit Carl Zeiss genutzt, um sich optische Komponenten in Top-Qualität zu besorgen, und ein spezielles Design-Konzept angewandt, das sich von dem einer Spiegelreflexkamera unterscheidet. Weil die R1 keinen Spiegel enthält, konnte die hintere Linse des Zoom nur 2,1 mm vor der Brennebene positioniert werden, was dazu beiträgt, Farbfehler zu verringern. Auf das Objektiv passen aufschraubbare Filter mit einem Durchmesser von 67 mm und es ist mit einer Abdeckung mit Bayonettverschluss versehen. Diese sollte auch großzügig genutzt werden, und sei es nur, um die vordere Linse zu schützen, die ansonsten sehr anfällig für Beschädigungen ist.

Zum Preisvergleich Sony Cyber-shot DSC-R1 Digital Camera

Anzeige
Kommentare zum Beitrag
Kommentare auf dieser Seite geschlossen.
Google Anzeigen
Anzeige
Mehr aus dem Bereich
 Testberichte über Digitalkameras
Alle Digitalkameras Tests

Newsletters


  • Ihre Probleme und Fragen zu Computer-Technik
  • Abschicken

Partner