Backlight: LEDs statt Röhren, Fortsetzung

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18:00 - 07/12/2005 von Harald Thon

Diese Lichtquelle hat aber einige Nachteile: Zum einen sind die Röhren relativ dick und bedingen somit, dass man Displays nicht beliebig dünn bauen kann. Außerdem benötigen sie zum Betrieb einen so genannten Inverter der seinerseits mit Hochspannung jenseits der 500 Volt arbeitet. Ein Notebookakku liefert aber deutlich weniger Spannung. Daher muss im Notebook die Spannung erstmal hoch transformiert werden. Dieser Transformationsprozess verbraucht auch noch zusätzliche Energie. Mit anderen Worten: Allein schon die Bereitstellung der für den Betrieb der Lampen notwendigen elektrischen Spannung verbraucht relativ gesehen viel Energie; dazu addiert sich noch der Stromverbrauch durch die Röhren selbst. Außerdem liefern CCFLs nie reinweißes Licht. Dies ist einer der Gründe wieso die Farbdarstellung auf einem TFT-Display nie so brilliant und satt wirkt wie bei einem CRT-Monitor. Verwendet man hingegen LEDs als Backlight, wirken die Farben des Displays satter und auch der Farbumfang bei einem Display mit LED-Backlight ist wesentlich höher.

Das Farbspektrum eines LED-Displays ist deutlich höher gegenüber der herkömmlichen CCFL-Technik (Quelle: Sony).

Dies zeigten übrigens auch unsere Messungen am weltweit ersten Desktop-TFT-Bildschirm mit LED-Backlight. Darüber hinaus haben LEDs noch den Vorteil, dass sie mitsamt der Ansteuerungselektronik (Systemboard) wesentlich weniger Platz brauchen. Außerdem fällt der Lichtverteiler, der für eine gleichmäßige Helligkeitsverteilung des Lampenlichts sorgen soll, bei einer LED-Hintergrundbeleuchtung wesentlich dünner aus. Man kann TFT-Bildschirme mit LED-Hintergrundbeleuchtung also wesentlich dünner bauen und auch der Rand kann schmäler ausfallen. Dies macht bei sonst identischen Abmaßen eine größere sichtbare Displaydiagonale möglich. Ach ja, die Lebensdauer der Hintergrundbeleuchtung auf Basis von LEDs ist praktisch unbegrenzt. Zudem ist die Leuchtdichte über einen sehr langen Zeitraum nahezu konstant. Ein CCFL-Backlight wird dagegen über die Jahre immer dunkler und ab und an gibt eine Röhre schon mal den Geist auf.

Durch den Einsatz der LED-Technik ist das Display nur 4 mm dünn.

Nach Sonys Angaben kommt die Energieersparnis gegenüber der herkömmlichen CCFL-Beleuchtung besonders deutlich bei einer hohen Leuchtdichte zum tragen. So lassen sich bei der TX-Serie in der höchsten Helligkeitsstufe 60% und in der niedrigsten bis zu 90% Energie gegenüber den Vorgängermodellen der T2-Serie, mit klassischem CCFL-Backlight, einsparen.

So sieht eine LED typischerweise aus.

Bei der TX-Serie sorgen insgesamt zweiunddreißig LEDs am unteren Bildschirmrand für die Hintergrundbeleuchtung.

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