Biostar iDEQ 200P, Forts.

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18:00 - 02/01/2004 von Frank Völkel

Nachdem Shuttle schon Ende Oktober mit dem XPC SN85G4 ein erstes Mini-System für den 64-Bit-Prozessor AMD Athlon 64 vorgestellt hat, folgt nun Biostar mit dem iDEQ 200P. Grundsätzlich basiert das Barebone mit der Platine des Typs K8NBP auf dem NForce-3-Chipsatz von Nvidia, so dass keine onboard-Grafik zur Verfügung steht (im Vergleich zum NForce 2 für die Athlon-XP-Plattform). Im Vergleich zum mechanisch baugleichen iDEQ 200A schickt Biostar das System im grauen Outfit, wobei die Gehäusehaube ebenfalls aus drei Teilen besteht und sich etwas haklig montieren lässt. Bei der Frontblende gilt das gleiche wie schon beim iDEQ 200A: Bei verschlossener Klappe wird ein Ausfahren der Schublade eines DVD-/CD-Laufwerks verhindert, so dass eventuell Schäden entstehen können. Lob verdient die saubere Führung der wenigen Kabel im Gehäuse, so dass der Käufer nur noch die Komponenten anschließen muss.

Im Aufbau ähnelt das Modell 200P sehr stark mit dem 200A

Bei geöffneter Klappe ist hier die Festplatte nicht abgedeckt

Zudem sind alle Kabel in ihrer Länge für das jeweilige Gerät genau abgestimmt - den oftmals bekannten Kabelsalat mit extremer Quetschung (eventuell Kabelbruch) gibt es nicht. Die zusätzliche Beschriftung hilft dem weniger versierten Anwender auf die Sprünge, so dass Blicke ins beiliegende Handbuch nicht nötig sind. Biostar spendiert dem iDEQ 200P einen speziell angepassten CPU-Kühler mit Heat-Pipe und Temperaturregelung, der im Zusammenspiel mit dem Gehäuselüfter und der jetzt installierten Lufthutze für gute Kühlung sorgt. Wie sieht es mit der Geräuschentwicklung aus? Schon im vergangenen Test stellten wir bei voller Auslastung der CPU einen Pegel jenseits der 50-dB(A)-Marke fest. Daran hat sich nichts geändert. Dennoch gehören die Biostar-Barebones noch zu den recht leisen Kandidaten, wenn man die Werte der Konkurrenz heranzieht.

Bei der Hardwareausstattung gibt es neben den üblichen Features wie 5.1-Audio, Netzwerk, USB 2.0, Fire-Wire auch noch einen RAID-Controller (VIA). Und wie in kaum einem anderen Mini-System ist Platz für mindestens zwei Festplatten vorhanden! Im Extremfall lassen sich sogar drei Festplatten unterbringen, allerdings sollte dann ein zusätzlicher Lüfter zur Kühlung montiert werden. Wer jedoch zwei Festplatten im RAID-Verbund einsetzt, hat keine Probleme mit Überhitzung, da die Festplatten nicht im "Sandwich" angeordnet sind. Für das Netzteil gilt die gleiche Aussage wie schon beim iDEQ 200A: Heute sind 200 Watt gerade noch ausreichend, morgen könnte eine höhere Leistung notwendig werden.

Unter dem Strich bleibt ein gut verarbeitetes Barebone-System mit kleinen Schwächen im Detail. Das Athlon-64-System gibt es für weniger als 300 Euro - damit ist es deutlich günstiger als beispielsweise das Shuttle SN85G4.

Verpackung des iDEQ-200P-Barebones
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