Veröffentlichung voraussichtlich: September 2005

Die Civilization -Reihe ist ein Gigant der Welt der Videospiele. Das Epos um Eroberungen und Entdeckungen erreichte seine "Perfektion" mit Civilization II , einem der wenigen Spiele, bei denen eine durchgespielte Nacht sich so anfühlt, als hätte man nur eine halbe Stunde vor dem Computer verbracht. Call to Power war ein berechtigter Ableger der Reihe und Civilization III ein moderner Farbanstrich.
Jetzt hat sich die Entwicklergruppe Firaxis wieder ans Werk gemacht, um uns Civilization IV zu bringen, das viele Verbesserungen der Reihe verspricht. Auf den ersten Blick fällt die 3D-Engine auf, die für treue Fans zweidimensionaler Spiele etwas Neues ist. Zwar kommen die Entwickler mit ihrer Grafik nicht an Age of Empires III ran, das war in den Augen der meisten Civilization-Fans jedoch auch nie ein Problem. Die 3D-Optik des vierten Teils hat aber schon einiges zu bieten.

Die größte Veränderung des Spiels erfolgt in Form von Regierungen und Religion. Bei den Regierungen stehen dem Spieler mehr Möglichkeiten offen und er kann nach einiger Übung die Regierungen nach seinen Wünschen gestalten. Redefreiheit oder Sklaverei? Ist Macht erblich oder bestimmen Wahlen die Regierung? Somit stehen nahezu endlose Spielarten von Regierungsformen zur Auswahl.
Auch bei der Wahl der Religion hat sich einiges getan, und so stellen die Entwickler des Spiels den Spieler vor die Aufgabe, aus sieben Religionen zu wählen: Buddhismus, Christentum, Konfuzianismus, Hinduismus, Islam, Judentum und Taoismus.

Ist sie einmal definiert, breitet sich die Religion im ganzen Land des Spielers aus und gestattet ihm somit, das Wohlergehen zu steuern, Gold zu gewinnen und große Propheten aufzubauen. Die Religion kann sich entweder auf passivem Wege ausbreiten oder durch gewisse Gebäude und Missionen Schützenhilfe erhalten. Der Spieler kann versuchen, alle seine Städte und die seines Gegners dazu zu bringen, zur Staatsreligion zu konvertieren, was ihm einen finanziellen Bonus bringen kann und ihm eventuell sogar Überläufer beschert.
Darüber hinaus verfügen die meisten Zivilisationen nun über zwei Anführer, zwischen denen der Spieler wählen kann, wobei jeder der Anführer mit gewissen Eigenschaften ausgestattet ist, die dem Spieler verschiedene Vorteile bringen. Man kann auch "außergewöhnliche Leute" wie Künstler, Magnate, Propheten, Ingenieure oder Wissenschaftler finden, die für ihren jeweiligen Bereich einen Bonus einbringen.
Civilization IV ist eine Hochglanzversion eines nahezu perfekten Strategiespiels, und dieser Glanz wird denen unter uns, die lieber Imperien aufbauen als Schäfchen zählen, höchst willkommen sein.
