Intel Pentium 4/1800: Performance durch hohe Taktrate

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19:00 - 04/07/2001 von Frank Völkel

Pentium 4/1800 - er ist, soviel Subjektivität muss dem Tester erlaubt sein, auch der komplexer aufgebaute Prozessor. Die problematische Aufgabe, aus einer CPU quasi ohne L1-Cache einen ansprechenden Prozessor zu machen, hat Intel noch nicht zur vollsten Zufriedenheit gelöst. Das Dilemma: Standardapplikationen bauen auf einen großen L1-Cache, den der Pentium 4 nicht vorweisen kann. Er baut stattdessen auf so genannte Microbefehle (Micro-Ops), wobei es sich prinzipiell um vordefinierte Rechenoperationen handelt. Nur durch eine speziell angepasste Software kann diese Architektur genutzt werden. Bei herkömmlichen Applikationen ohne P4-Optimierung erreicht der schnellste Intel-Prozessor eine hohe Performance allein durch den höheren CPU-Takt gegenüber dem AMD Athlon.

AMD Athlon 1400: Leistung zum Kampfpreis

AMD fährt den Kurs des kontinuierlichen Speed-Upgrades, wobei die klassische Athlon-Core bei 1533 MHz an ihrem Limit angelangt ist. Der Nachfolger des heutigen Athlon (Thunderbird) - Palomino - wird anfangs nach dem 0,18-Mikron-Verfahren gefertigt und mit der gleichen Core-Spannung arbeiten. Somit lassen sich "neue" Athlons (Palomino) ab 1533 MHz voraussichtlich ohne Probleme in alten Sockel-462-Boards einsetzen. Einzige Maßgabe: Die Platine muss einen Front-Side-Bus von 133 MHz unterstützen und wird durch ein Bios-Update kompatibel.

Fakten, Fakten, Fakten

Nun also der neueste Showdown, bei dem das Ergebnis so offen ist wie die Roadmaps der beiden Kontrahenten. Beim Ringen um die höchste Taktrate hat Intel eindeutig die Nase vorn: 1800 MHz stehen 1400 MHz von AMD gegenüber. An dieser Stelle ist ganz offensichtlich, dass es Intel viel weniger Probleme als AMD bereitet, höhere Taktraten zu erklimmen und zu verwirklichen. Beide Prozessoren, sowohl der AMD Athlon 1400 als auch der Intel Pentium 4/1800 arbeiten mit einer Core-Spannung von 1,75 Volt. Ähnliches lässt sich bei der durchschnittlichen Leistungsaufnahme berichten: AMD benötigt 65 Watt, während Intel 66 Watt aufnimmt. Allerdings liegen die maximalen Die-Temperaturen weit auseinander. Während der Pentium 4/1800 eine maximale Betriebstemperatur von 78 Grad Celsius bei einer maximalen Stromaufnahme von 52,7 Ampere markiert, kann die Die-Temperatur beim Athlon 1400 maximal 95 Grad Celsius betragen. Dabei beträgt die Stromaufnahme bis zu 42 Ampere. Diese Daten belegen eindeutig, dass Intel mit dem Pentium-4-Design höhere Taktraten vorgesehen hat.

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