Report Telekom: Umstieg auf IPTV – Drama in vier Akten
Umstiegsdrama bei der Telekom: Ärger mit Verfügbarkeit, Preisen und Terminen. Auch die Hardware ging verloren. Ein Ende ist noch nicht in Sicht – ebenso wenig wie der Anschluss. mehr lesen
THG-Stresstest: Tagan versagt erneut
Quelle : Tom's Hardware – Kategorie : Weitere...
Tags: stresstest, netzteile, thg, tagan, durchfall 0 Kommentare
Tagan TG500-U25: Laut, schlechter Wirkungsgrad, steife Kabel

Wiederholt schafft ein Tagan-Netzteil nicht den Dauertest: Das TG500-U25 mit einer Leistung von 500 Watt. Der recht bekannte Hersteller muss dringend nachbessern.

Auf den ersten Blick scheint alles in Ordnung - das Testszenario lief beim Tagan-Netzteil problemlos durch. Doch beim genaueren Hinsehen auf die Messgeräte stellte sich die Enttäuschung ein: Die Höhe der Spannung auf der 5-Volt-Leitung befand sich innerhalb der Spezifikation, doch kann das Netzteil diese bei hoher Last nicht stabil genug halten. Die Welligkeit ist zu hoch: Die Spezifikationsgrenze liegt bei 50 mVss. Das Tagan-Netzteil liegt mit mindestens 64 mVss deutlich darüber, was auf dem Oszillogramm deutlich zu erkennen ist. Der volle Umfang des Artikels Stresstest Netzteile gibt es hier.

Bei den Spannungen 12 Volt CPU und -12 Volt war zweimal ein "Wert außerhalb der Toleranz" auf der Webseite zu lesen, diese stellten sich jedoch bei der Auswertung der Logdateien als Messfehler heraus.
Im niedrigen Leistungsbereich ist der Wirkungsgrad des Netzteils enttäuschend. Hier erreicht das TG500-U25 gerade einmal 79,1%. Unter mittlerer und hoher Belastung steigt der Wirkungsgrad auf 82,1% an. Dieser ist zwar recht gut, doch andere Netzteile liegen weitaus höher.

In unseren Augen sind die Anschlussleitungen des TG500-U25 eine Katastrophe. Die PCI-Express-, P4/P8- sowie ein vierpoliger Molex-Stecker sind mit einem dicken Kunstoffmantel überzogen, der ein Drahtgittergeflecht zur Abschirmung von Störfrquenzen beinhaltet. Die Leitungen sind dadurch so steif, dass ein Anschluss an manche Grafikkarten und Motherboards aufgrund des großen Biegeradius nicht möglich ist. Zudem sind die Steckerummantelungen sehr groß ausgeführt, dass sich der Anschluss an einer aktuellen G80-Grafikkarte nur mit Gewalt lösen lässt.

Nicht jeder ist bereit, seine sündhaft teure Grafikkarte so stark zu belasten. Auch das Entfernen der Stecker ist nicht einfach.
Das Netzteil bietet 10 SATA-Anschlüsse und nur 4 Molex-Anschlüsse.

An Zubehör bietet das Tagan-Netzteil vier SATA-to-Molex-Adapter, welche direkt an das Gerät angesteckt werden können. Somit können vier SATA-Stecker in Molex-Stecker verwandelt werden.

Aber Vorsicht! Nach dem Aufstecken auf eine Festplatte steckt der Adapter sehr fest. Uns ist es nur mit Hilfe eines Schraubendrehers gelungen, den Adapter wieder zu entfernen.
Als weiteres Zubehör bietet Tagen fünf Klettkabelbinder an. Über ein besonderes Design verfügt das beiligende Kaltgerätekabel.

Tagans Netzteil gehört nicht zu den leisesten im Test und liegt in der Laufstärke mit ca. 60 dB(A) gleichauf mit dem Gerät von Sharkoon. Auf der Rückseite ist die "Golfball-Oberfläche" des Netzteillüfters gut zu erkennen. Der Lüfter für die einströmende Luft hat 11 Flügel, der für die ausströmende Luft hingegen nur 7.

Positiv zu bewerten ist der große und leicht zu bedienende Netzschalter auf der Rückseite des Gerätes.
Fazit: Die 99 Euro für dieses Netzteil sind in unseren Augen falsch angelegt. Es ist zu laut, die 5 Volt befinden sich außerhalb der Spezifikation und steife Kabel verhindern einen sinnvollen Einsatz des Gerätes in kleinen Gehäusen.
Reagieren Zurück zur News-Übersicht