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Marktforscher: VoIP übers Handy könnte sich bis 2012 durchsetzen

11:37 - Mittwoch, 20. September 2006 von Uwe Kauss
Quelle : Tom's Hardware – Kategorie : Weitere...
Tags: studie, analysys 0 Kommentare

Internet-Telefonie (VoIP) übers Handy könnte in den kommenden Jahren ihren Durchbruch schaffen. Das prophezeien die britischen Marktforscher von Analysys.

Nach ihren Schätzungen wird die mobile Internet-Telefonie vom Umsatz her bis 2012 VoIP im Festnetz überholen. Dafür soll vor allem die Aufrüstung der Mobilfunknetze sorgen. So mache das von den Telekom-Konzernen geplante Super 3G Downstream-Raten von bis zu 100 MBit/s möglich.

VoIP am Handy soll den Analysten zufolge 2012 Umsätze von 18,6 Milliarden Dollar in den USA und 7,3 Milliarden Dollar in Westeuropa erwirtschaften. Die Festnetzvariante soll demnach in den USA 11,9 Milliarden Dollar und in Westeuropa 6,9 Milliarden Dollar erreichen. "Die Tendenz ist auf jeden Fall realistisch. VoIP am Handy hat Potenzial", meint auch Philipp Bohn, Analyst bei der deutschen Berlecon.

Allerdings werde sich mobiles VoIP dem Experten zufolge vor allem in Unternehmen durchsetzen. "Die Endgeräte-Infrastruktur ist vorhanden. Viele Firmen nutzen bereits IP-basierte Telekommunikationslösungen. Da wäre es nur logisch, dass VoIP mobilisiert wird", so Bohn.

Mit der Aufrüstung der 3G-Netze erwarten die Marktforscher von Analysys zudem ein hohes Einsparungspotenzial und neue Servicemöglichkeiten für die Mobilfunkbetreiber. So sollen der Upgrade des amerikanischen CDMA2000 EV-DO zu Revision A ab 2007 und in Europa von UMTS zu 3G LTE - auch Super 3G genannt - ab 2010 für einen kräftigen Aufschwung sorgen. Laut Analysys-Studie könnten bis 2015 allein in Westeuropa 23 Prozent aller VoIP-Gesprächsminuten via Mobilfunknetz abgewickelt werden.

Den Analysten zufolge werden die Mobilfunkbetreiber versuchen, VoIP als Premium-Sprachdienst zu etablieren, um damit den Preisverfall bei Sprachdiensten abzufedern. "Die höheren Datenraten bieten den Betreibern die Möglichkeit, mit IP-basierten mobilen Sprach- und Datendiensten noch etwas aus UMTS zu machen", sagt Bohn.


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