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MPEG-4 und DivX beschleunigen Entstehung von Tauschbörsen

18:00 - Mittwoch, 13. Dezember 2000 von Frank Völkel
Quelle: Tom's Hardware – Mehr über: tauschbörsen, mpeg-4, divx, zdf-wiso
Schwerpunkte: Netzwerk, Software

Inhaltsverzeichnis:

1 - MPEG-4 - Die Verbreitung nimmt rasant zu!

In Kürze wird nahezu jeder in der Lage sein, Kinofilme per Internet auf den heimischen PC zu laden. Dank des effizienten Videoformats MPEG-4 sind die Übertragungszeiten recht kurz. Ein Gespenst geht um für die Filmindustrie?
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Hätte man in der PC-Branche einen Titel "Innovation des Jahres 2000" zu verleihen, so würde ihn keinesfalls ein Hardware-Produkt erhalten. Vielmehr verdient ein neuer Videokompressionsstandard diesen Titel: Die Rede ist von MPEG-4. Im Zusammenspiel mit leistungsfähiger Hardware schrumpft MPEG-4 das Datenvolumen herkömmlicher DVDs auf maximal ein Elftel - so dass der gesamte Film auf einer preisgünstigen CD-ROM Platz findet. Es geht noch weiter: Immer mehr Anwender entdecken ein neues Hobby, indem sie komplette Kinofilme sich aus dem Internet auf ihr PC-System laden. Das Angebot an aktuellen Filmen wächst täglich und einer unbegrenzten Verbreitung ohne Qualitätsverluste steht dank des digitalen Formats nichts im Weg.

Tom's Hardware bei ZDF Wiso: MPEG-4 und DivX als Format für Tauschbörsen

Noch muss der ambitionierte Anwender einiges an Geduld aufbringen, um entsprechende Internet-Sites ausfindig zu machen, die die gewünschten Filmsequenzen bereithalten. Doch das wird sich in naher Zukunft ändern. Zwei limitierende Faktoren trüben derzeit noch in Deutschland den Filmspass per PC:

Einerseits reicht häufig die Bandbreite des Internetzugangs nicht aus, um Filmsequenzen in kurzer Zeit herunterzuladen. Viele Anwender verfügen noch über ein analoges Modem mit 33,6 kBit/s, was in der Praxis eine maximale Transferrate von cirka 200 kByte pro Minute erreicht. Um einen kompletten Film mit beispielsweise 600 MB Datenvolumen aus dem Internet zu laden, bräuchte man in diesem Fall 50 Stunden! Besitzer eines einfachen ISDN-Anschlusses benötigen für den gleichen Download etwa die Hälfte der Zeit - nach 25 Stunden befindet sich der Film komplett auf der Festplatte. Die Kosten lassen sich für Vielsurfer minimieren, indem sie beispielsweise eine Flatrate anschaffen, die es ihnen erlaubt, für eine monatliche Gebühr ab 50 Mark immer online zu sein. Die beste Verbindung zum Internet stellt derzeit eine sogenannte T-DSL-Verbindung dar, die über das konventionelle Telefonnetz 768 kbit/s an Daten schaufelt. In der Praxis bedeutet das eine nutzbare Datenrate von 52 kByte pro Sekunde. Mit dieser Verbindung würde die Übertragung des 600 MB großen Films nur noch zirka 3 Stunden dauern.

Das zweite Problem stellt der oft noch begrenzte Speicherplatz auf Servern im Internet dar. Kostenlose Accounts bieten zwar bis zu 500 MB Speicherplatz an, doch das reicht zur Ablage vieler Filme, die ein grösseres Datenvolumen beanspruchen, noch nicht aus. Deshalb besteht ein kompletter Film aus vielen kleinen Dateien, die dann auf verschiedenen Accounts abgelegt sind. Da das Volumen von Festplatten stetig wächst, ist dieses Problem in naher Zukunft beseitigt.


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