Zukunft bei Netzteilen: Leistungshunger vs. Verluste
Seite zurückEin wesentliches Thema auf der Tagung war die Auslegung von Netzteilen. Vor allem die Tatsache, dass sich viele Anwender ein zu "groß" dimensioniertes Netzteil zulegen, da das bisher verwendete die Ursache eines instabilen Betriebs war. In diesem Zusammenhang ist das Kernthema der Wirkungsgrad eines Netzteiles. In der Regel sind die Spannungswandler so ausgelegt, dass der optimale Wirkungsgrad im Betriebspunkt erreicht wird. Ein Beispiel: Das 350-Watt-Netzteil (kombinierte Leistung) hat im Lastpunkt einen Wirkungsgrad von 75 Prozent und gibt somit 115 Watt als Wärme ab. Anders sieht es bei einem 500-Watt-Netzteil aus, welches im Teillastbereich betrieben wird: So fällt beispielsweise bei 350 Watt Belastung der Wirkungsgrad mit zirka 55 Prozent wesentlich schlechter aus.
Intel: Verlustleistung bis 130 Watt
Ein Blick in die kommenden Spezifikationen von Intel zeigt, dass bei der Auslegung des Schaltreglers auf dem Motherboard in Zukunft von einer maximalen Stromstärke mit 100 A auszugehen ist. Das bedeutet vor allem für die Netzteile eine höhere Belastung an den 12-Volt-Klemmen. Damit werden leistungsstärkere und vor allem Spannungsstabilere Netzteile notwendig. Ob aktuelle Netzteile die derzeitige ATX-Spezifikation in ihrer weniger strengen Auslegung erfüllen, zeigt ein Vergleichstest, den wir in den nächsten Tagen veröffentlichen.
Ausgehend von der hohen Verlustleistung beim Intel Pentium 4 mit Prescott-Kern (maximal über 100 Watt) sind im Zusammenspiel mit den Dual-Kern-Prozessoren noch höhere Werte zu erwarten. So kann beispielsweise ein Wärmeverlust der CPU hinter dem Schaltregler in Zukunft mit bis zu 130 Watt zu Buche schlagen. Damit wären dann auch die 100 A als Grenzwert zu erklären.
