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Telekom-Branche skeptisch über Marktchancen von UMTS

17:28 - Freitag, 10. Februar 2006 von Uwe Kauß
Quelle : Tom's Hardware – Kategorie : Weitere...
Tags: telekom, branche, skeptisch, ueber, marktchancen, von, umts 0 Kommentare

Die Telekommunikationsbranche ist weiter skeptisch über die Zukunftsaussichten von UMTS Nach einer Umfrage des Beratungsunternehmens Steria Mummert Consulting ist UMTS nur noch in jedem siebten Telekommunikationsunternehmen in Deutschland und der Schweiz unter den Top drei der wichtigsten Übertragungstechnologien. Vier von fünf Entscheidern der Branche bewerten Breitband und DSL als Techniken mit den deutlich größeren Marktchancen.

Überraschend positiv schneidet in der Umfrage das oft totgesagte Festnetz ab. Für die Mehrheit der befragten Branchenexperten ist es immer noch von größerer Bedeutung als UMTS. Angesichts der rasanten Verbreitung von DSL-Zugängen und der stiegenden Verbreitung von VoIP glaubt Bernd Janke, Telekommunikationsexperte von Steria Mummert Consulting, dass bestehende UMTS-Geschäftsmodelle auf den Prüfstand kommen werden. "Die neue Handygeneration wird IP-Telefonie unterstützen, mit der sich UMTS- und WLAN-Zugänge nutzen lassen", so Janke. Das werde die Preise im Festnetz sowie bei Mobilfunk und UMTS deutlich günstiger machen.

Einen Ausweg sieht Janke über das Angebot von Datendiensten. Die Prognosen der UMTS-Betreiber, dass 80 Prozent des Umsatzes über die Sprachtelefonie generiert werden könne, habe sich hingegen als nicht realistisch erwiesen, meint Janke. "Kooperative Strategien werden in Zukunft eine wichtigere Rolle als bisher spielen.

Ein Indiz für die Marktveränderung lässt sich auch im Strategiewechsel des lange Zeit einzigen großen Singleplayers Vodafone ausmachen. Jahrelang hatte dieser mit seinem Handy-Geschäft große Gewinne eingefahren, plant nun aber ebenfalls sein Angebot auch auf das Festnetz auszuweiten. Die Tendenz der großen europäischen Player gehe eindeutig in die Richtung, Mobil- und Festnetztelefonie mit UMTS, WLAN und DSL in ein Gesamtangebot zu integrieren, schließen die Studien-Autoren.


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