Telekom will neues Glasfasernetz nur bauen, wenn Konkurrenten ausgeschlossen bleiben

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17:41 - 7. November 2005 von Uwe Kauß

Die geplante, drei Milliarden teure Investition der Deutschen Telekom in den Neubau eines Breitbandglasfasernetzes soll von der Marktregulierung ausgenommen werden. Darauf drängen nach einem Bericht der Financial Times Deutschland vor allem SPD-Chef Franz Müntefering und Noch-Wirtschaftsminister Wolfgang Clement.

Doch auch die CDU-Vorsitzende Angela Merkel habe dem Bericht zufolge offenbar bereits eingewilligt. Die Regulierungsfreiheit solle auf zwei bis drei Jahre befristet werden. In dieser Zeit könne der Regulierer keinen Zugang für die Telekom-Rivalen verlangen.

Der Konzern hatte gedroht, sein Festnetz in Ballungszentren nur mit Glasfaser für superschnelle Internetzugänge auszurüsten und 5000 neue Jobs zu schaffen, wenn er das Netz nicht für Konkurrenten öffnen muss. "Da es sich um eine Neuinvestition handelt, wird es notwendig sein, deutlich zu machen, dass dies kein Fall für die Regulierungsbehörde ist", sagte SPD-Politiker Ludwig Stiegler der FTD. Dafür trete auch Müntefering ein.

Eine derartige Entscheidung dürfte bei den Telekom-Rivalen auf scharfe Kritik stoßen: Sie fürchten, dass der Konzern ein neues Monopol errichtet. Mit 3 Mrd. Euro Investitionen will die Telekom in Ballungszentren neben einen Teil der Kupferkabel Glasfaser legen, das mit 50 Megabit je Sekunde die Daten dreimal schneller überträgt als die derzeitigen Angebote für Privatkunden. So könnte der Konzern TV-Angebote über die Leitungen schicken und sich von den Rivalen abheben.

Quelle: Tom's Hardware

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