Was spricht für den Solano

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19:00 - 12/08/2000 von Patrick Schmid

Der 815-Chipsatz hat einige Vorteile, die ihn gegenüber seinen Konkurrenten hervorheben:

Hervorragende Übertaktbarkeit
Manche Hauptplatinen lassen sich mit bis zu 166 MHz Systemtakt betreiben. Dabei sind jedoch hochwertige Speichermodule ein Muss.Integriertes UltraATA/66- oder UltraATA/100-Interface.
Während das Gros der IDE-Festplatten ein UltraATA/66-Interface besitzt, werden bereits die ersten Modelle mit UltraATA/100-Schnittstelle ausgeliefert. Viele BX-Motherboards besitzen wegen ihrer langsamen UltraATA/33-Schnittstelle oft einen zusätzlichen Controller-Chip, der ein schnelleres Festplatten-Interface zur Verfügung stellt. Jeder weiterer Controller benötigt jedoch eigene Treiber und muss initialisiert werden, so dass sich der Bootvorgang durch Statusmeldungen und Treiberaufrufe verzögern kann. Mit beiden Kritikpunkten räumt der Solano auf, denn Motherboards mit dem 815E (ICH2-Chip) besitzen gleich das schnelle UltraATA/100-Interface.Sehr hohe Zuverlässigkeit
Obwohl auch VIA enorme Fortschritte erzielt hat, sind viele Anwender noch immer der Meinung, dass State-of-the-Art Chipsätze nur von Intel kommen. In der Tat können wir den Produkten aus dem Hause Intel eine meist einfachere Installation und besseren Treibersupport bestätigen.Integrierter Grafikcontroller (82815 GMCH)
Für die meisten Anwender ist es ärgerlich, dass man die Grafikfunktionen des Chipsatzes bezahlen muss - ob man will oder nicht. Wenn Sie den Rechner hauptsächlich für 2D-Applikationen wie Textverarbeitung, Tabellenkalkulation oder Internet-Browsing benötigen, so sind die internen Grafikfunktionen sicherlich ausreichend. Sobald Sie jedoch an 3D-Anwendungen benutzen, wird der Kauf einer schnellen AGP-Grafikkarte unausweichlich. Den internen Grafik-Controller dürfen Sie dann abschalten.

Jede Münze hat bekanntlich zwei Seiten, daher sollten wir die negativen Aspekte nicht außer Acht lassen. Am wichtigsten ist vor allem der deutlich höhere Preis. Für ein gutes 815-Motherboard müssen Sie etwa 350 Mark ausgeben. Das sind etwa 100 Mark mehr als für ein Motherboard mit VIA Apollo Pro 133A.

Das zweite Gegenargument ist theoretischer Natur: Da der 815 erst seit zwei Monaten erhältlich ist, kann man nicht ausschließen, dass die ersten Motherboards noch unter Kinderkrankheiten und Schönheitsfehlern leiden. Im Gegensatz dazu sind Produkte mit dem VIA-Chipsatz und dem Intel BX inzwischen ausgereift und weitgehend fehlerbereinigt.

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