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Testsieger durch werkseitiges Übertakten

19:00 - Mittwoch, 25. Juli 2001 von Uwe Scheffel

1 - Journalisten-Nepp

Einige Motherboard-Hersteller bedienen sich einfacher Tricks, um einen Testsieg zu erhaschen. Noch nützt es dem Anwender. Doch der Trend birgt Gefahren in sich.
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Wenn ich unsere eigenen Motherboard-Tests der letzten Jahre nachlese, fällt mir auf, dass bestimmte Hersteller immer in den oberen Rängen vertreten sind. Nichts ungewöhnliches, denke ich mir. Dies ist ein Zeichen für hochwertiges Boarddesign, gute Fertigungsqualität und spricht zudem für die Marke. So meine Annahme. Neulich studiere ich den KT266 -Artikel, den meine Kollegen Bert Töpelt und Frank Völkel produzierten. In der Sektion Aufgedeckt: Tricks der Hersteller mit FSB-Takt stelle ich fest, dass QDI, Asus und Shuttle den Systemtakt (FSB) leicht erhöhen. Dies resultiert in einer gesteigerten CPU-Frequenz, da diese mit dem FSB direkt zusammenhängt. Ausgehend von einem Standard-CPU-Takt von 1200 MHz bestimmte Bert Töpelt beim Shuttle-Board eine Steigung auf 1206 MHz, beim QDI K7V8366 sogar auf 1211 MHz.

Da ich als Außenstehender nicht in das Projekt involviert war, befragte ich beide Mitarbeiter. Schließlich trennte man drei Kandidaten vom übrigen Feld ab. Frank meinte dazu: "Um eine faire Vergleichbarkeit zwischen den Platinen bei einem Test zu ermöglichen, sollten alle Boards mit dem gleichen Takt betrieben werden. Andernfalls vergleichen wir nur Äpfel mit Birnen." Bert kommentierte: "Ich war erstaunt, dass Asus sein A7V266 erst kurz vor Redaktionsschluss einsendete. In vielen Benchmark-Tests überholte es die Mitbewerber. Daraufhin habe ich den FSB und CPU-Takt nachgemessen. Die Werte stimmten jedoch nicht mit der Anzeige im BIOS überein. Erst spät bemerkte ich, dass QDI und Shuttle die selben Tricks anwenden."


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