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Fazit: Pentium 4 mit 3 GHz - Ausblick für zukünftige CPUs
Seite zurückUnser THG-Speed-Projekt zeigt: Mit einem Intel Pentium 4/2200 ist es möglich, durch Overclocking eine extreme Taktrate von über 3000 MHz zu erzielen. Allerdings sind dazu spezielle Maßnahmen notwendig, um den CPU-Kern ausreichend kühl zu halten. Andernfalls greift die integrierte Schutzschaltung (Throttling) des Pentium 4 ein und schaltet die CPU kurzerhand ab. Dazu haben wir zwei verschiedene Systeme mit Pentium 4/2200 aufgebaut - das erste mit Wasserkühlung und das zweite mit Luftkühlung. Im zweiten System arbeitete ein handverlesener Prozessor, den wir von einem namhaften PC-Hersteller zugespielt bekamen. Dieser fiel besonders durch seine Variabilität beim Übertakten auf. Weiterhin teilte uns der Hersteller mit, dass ein so außerordentlich hohes Potenzial keinesfalls bei allen CPUs dieser Klasse anzutreffen ist. Um diesen Punkt noch einmal zusammenzufassen: Nur wenige Anwender kommen in den Genuß, einen P4 2,2 GHz mit Luftkühlung auf 3 GHz zu übertakten. Nur wenige handverlesene CPUs sind dafür geeignet. Gute Nachrichten gibt es jedoch für Besitzer von klassischen P4 Northwoods. Mit Wasserkühlung ist es uns gelungen, unsere zwei handelsüblichen Northwoods bei 3 GHz stabil zu halten.
Im Test arbeiteten wir mit einer Core-Spannung von 1,85 Volt - ab Werk betreibt Intel den Prozessor lediglich mit 1,5 Volt. Rekordverdächtig sind die gemessenen Benchmark-Ergebnisse: Beim Quake-3-Arena-Test erreicht der Pentium 4/3000 eine Framerate von 308 Bildern pro Sekunde. Zum Vergleich: Der schnellste Serien-Pentium 4 mit 2200 MHz erzielt bestenfalls 280 Frames. Dagegen hat selbst ein auf 1850 MHz übertakteter AMD Athlon XP 2000+ nicht die Spur einer Chance.
Diese Tatsache sollten sich vor allem ambitionierte Anwender einmal vor Augen führen: Im Sommer 1993 lief der erste Pentium mit 60 MHz. Heute haben wir mit dem THG-Speed-Projekt knapp die 50-fache Taktrate - 3000 MHz - erreicht. Die umfangreichen Tests zeigen eindeutig, dass bei zirka 3000 die Grenze des Pentium 4 basierend auf der 0,13-Mikron-Technologie noch nicht erreicht ist. Doch bis dahin hat Intel noch etwas Zeit.
Da wir bis heute von Intel keinen Pentium-4-Prozessor mit deaktiviertem Multiplikator-Lock erhielten, konnte die extreme Taktsteigerung allein über die Erhöhung des Front-Side-Bus-Takts auf 137 MHz im Zusammenspiel mit einer sehr wirkungsvollen Wasserkühlungs-Anlage erzielt werden. Dabei konnten wir den PCI- und AGP-Takt nahezu auf Standardwerten belassen, denn der asynchrone Taktteiler macht dies möglich: 137 MHz FSB / 4 = 34.2 MHz PCI vs. offiziellen 33.3 MHz; 137 MHz FSB / 2 = 68.5 MHz AGP vs. offiziellen 66.6 MHz.
