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Viele Automatismen - Eingriffe aber jederzeit möglich
Seite zurückBei Wöhler werden mit Topsolid'CAM sämtliche NC-Programme für Drehen, Fräsen und Bohren erstellt.
Der Ablauf ist dabei im Groben so, dass zunächst die Geometrie eines Teiles aus dem CAD-System (Solidedge) übernommen wird. Dazu verfügt Topsolid'CAM über eine Direktschnittstelle "die für verlustfreie Datenübertragung sorgt", wie Kramps bestätigt. Im CAM-System wird die Bearbeitungsart gewählt, es wird selektiert, ob man eine automatische NC-Programmierung wünscht oder nicht, ferner werden die zu bearbeitenden Flächen angegeben und das Werkzeug aus einer Bibliothek ausgesucht. Sind alle Werkzeuge eines Unternehmens mit ihren echten Geometrien 1:1 hinterlegt, kann dieser Vorgang weitgehend automatisch erfolgen. Ansonsten wird mit "ähnlichen" Werkzeugen aus einer allgemeinen Bibliothek gearbeitet, wie heute meist noch bei Wöhler.
Danach kann bereits die erste Bearbeitung erfolgen, z. B. das Schruppen. So entsteht, Stück für Stück das gesamte NC-Programm. Falls gewünscht kann der Systembediener an jeder Stelle eingreifen, um seine Erfahrungen für eine bestmögliche Bearbeitung einzubringen - bis hin zu kompletten kundenspezifischen Zyklen.
Ist das Programm oder auch ein Programmteil fertig gestellt, kann die Bearbeitung simuliert werden. Diese Simulation kann die gesamte Maschine mit einbeziehen und alle Bewegungen auf Kollision prüfen, sofern die Maschinengeometrie hinterlegt ist.
Nach der Simulation und gegebenenfalls Optimierung der Programme erfolgt der Postprozessorlauf. Im Fall von Wöhler wurde der Postprozessor von Moldtech erstellt. Christof Kramps: "Moldtech hat das sehr fachkompetent realisiert. Wir erhalten sofort lauffähige Programme für unsere Maschinen".
Generell ist der Fertigungsleiter sehr zufrieden mit der Betreuung durch Moldtech: "Eine gute Schulung und eine gute Betreuung im laufenden Betrieb geben sich die Hand". Und: "Geht nicht", hat es bisher noch nicht gegeben. Noch jedes Bearbeitungsproblem konnte mit Topsolid'CAM gelöst werden!
Sind die NC-Programme fertig, werden sie per Netzwerk an die Werkzeugmaschinensteuerungen übertragen. Aufgrund der Simulation kann jetzt die Einfahrzeit an den Maschinen deutlich verkürzt werden. "Ganz darauf verzichten wollen wir aber aus Sicherheitsgründen nicht", so Kramps.
Was bringt das Ganze?
Christof Kramps sieht "in erster Linie einen großen Zeitgewinn, der zwischen 50 bis 70 Prozent gegenüber der manuellen Programmierung liegt". Dazu kommt ein Qualitätsgewinn bei den Programmen, der ebenfalls nicht zu verachten ist. Die Investition lohnt sich also, Tag für Tag.
Die Gesprächsteilnehmer in Bad Wünnenberg: Christof Kramps (links) und Johannes Lötfering. Die Schornsteinfeger haben dem Unternehmen bisher tatsächlich Glück gebracht.
Weblinks
www.topsolid.com www.Woehler.de www.moldtech.deDieser Artikel entstand in Kooperation mit CAD.de. ![]()

