Toshiba baute seine Position in den letzten Jahren erfolgreich aus. Seine Stellung lehrt anderen das Fürchten. Die Produktpalette reicht von industriellen Anlagen, Transportmitteln, Kraftwerken und medizinischen Systemen hin zu Informations- und Kommunikations-Hardware. Weltweit existieren momentan 166 Notebook-Hersteller. Toshiba besitzt dabei einen ungeschlagenen Marktanteil von 14,5 Prozent.

Diese Abbildung sagt mehr als tausend Worte: Wer auf dem Notebook-Markt ein Bein auf den Boden bringen will, braucht Toshiba als Starthilfe. Toshibas jahrelange Erfahrung in diesem Marktbereich sowie unzählige Service- und Verkaufsstellen auf der ganzen Welt bedeuten für NVIDIA wertvolles Know-How - zumal die Produktion von Grafikkarten etwas anderes ist als die von Notebooks. Im letzteren Fall bekommt der Grafikkartenhersteller nur das so genannte Gerber-Layout-File als Referenzdesign. Manche Firmen wie ELSA geben sich damit bereits zufrieden und starten ihre Produktion. Andere überlegen sich immerhin ein paar Unterscheidungsmerkmale wie eine andere Platinenfarbe oder einen optisch ansprechenden Kühler. Veränderungen am Platinendesign werden nur noch selten durchgeführt. Auch an den NVIDIA-Referenztreibern zeigt man kaum Einsatz. Man integriert einfach sein eigenes Logo und liefert - wenn überhaupt - ein Utility zum Übertakten nach.
Im Notebook-Bereich kommt mit dieser Einstellung keiner weit: Jedes Notebook-Design ist individuell und damit einmalig. Dies erfordert viel Ingenieursgeschick bei der Entwicklung der Elektronik, der Kühlung und diverser mechanischer Features. Auch Treiber werden individuell angepasst. Nach NVIDIAs Ankündigung, in dieses Segment einzusteigen, hatten die alten Hasen des mobilen VGA-Marktes verständlicherweise ein flaues Gefühl im Magen. Immerhin ist der Markt lukrativ, aber zugleich kompliziert. So stellt sich zurecht die Frage, ob NIVDIA gut genug ist, um den Notebook-Partnern ausreichend Support zu gewähren.
