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TV-Empfang über SES-Astra bald nicht mehr kostenlos
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Der Satellitenbetreiber SES Astra hat bestätigt, daß es das digitale Fernsehen auch für Zuschauer, die ihr Programm über Satellit empfangen, bald nicht mehr kostenlos gibt. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ). Es falle vielmehr eine monatliche Gebühr an, die nach den Worten des Astra-Vorstandsvorsitzenden Ferdinand Kayser "unter fünf Euro" liegen solle. Nach Informationen der Zeitung müssten die Zuschauer nicht nur diese neue Gebühr bezahlen. Viele müssten sich auch neue Decoder mit einer Zugangskarte anschaffen und dazu eine einmalige Freischaltgebühr bezahlen.
Die Pläne werden laut FAZ offenbar von den beiden großen Privatfernsehkonzernen Pro Sieben Sat.1 und RTL unterstützt. Die Zeiten des sogenannten "freien Fernsehens" sind im Privatfernsehen damit bald endgültig vorbei. Die über Rundfunkgebühren finanzierten Sender ARD und ZDF lehnen dagegen ein zusätzliches Entgelt für den Empfang ihrer Programme ab. Zur Begründung für die Gebühr gibt Astra an, die Erweiterung der digitalen Satellitentechnik erfordere hohe Investitionen. Das Satellitenfernsehen der Zukunft könne es deshalb nicht mehr zum Nulltarif geben. Zudem ermögliche die Gebühr den Sendern den Aufbau neuer interaktiver Anwendungen sowie die Verbreitung des hochauflösenden Fernsehens HDTV. Mit der Verschlüsselung könnten zudem Programmrechte wie etwa im Sport geographisch abgegrenzt werden.
Zwei bis drei Jahre lang wird es laut FAZ einen "Simulcast"-Betrieb geben, bei dem die Programme zunächst parallel kostenfrei weiterverbreitet würden. Danach komme die zweite Rundfunkgebühr.
Derzeit prüfe aber bereits das Bundeskartellamt die Verabredung zwischen Pro Sieben Sat.1, RTL und Astra.
Quelle: Tom's Hardware
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