Nicht von AMD - Dual 4.1 GHz für 120 Euro

19:00 - Donnerstag, 27. April 2006 von Bert Töpelt, Frank Völkel
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1 - Benchmark-Killer: Pentium D 805 macht Karriere

Pentium D 805 - eine Billig-CPU stellt sämtliche Boliden von AMD und Intel in den Schatten. Dank Highend-Kern läuft die Dual-Core-CPU stabil mit 4.1 GHz. Und Aktion!
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Es gibt sie noch die Ereignisse, die selbst gestandenen Redakteuren ein breites Grinsen ins Gesicht zaubern. Und dabei grenzt diese Geschichte an eine Sensation, wie es sie in den vergangenen 8 Jahren nicht gab. Die Nachricht, für alle die es nicht erwarten können, lautet: Intel hat seit kurzem einen Billig-Pentium im Programm, der durch eine einfache Modifikation sämtliche Spitzenmodelle der höchsten Leistungsklasse in den Schatten stellt. Und das betrifft sowohl die Prozessoren aus dem eigenen Lager als auch die der Konkurrenz. Konkret bedeutet das: Athlon 64 FX-60 und Pentium EE 965 haben das Nachsehen. Daran gibt es nichts zu rütteln. Auch könnte ein beinahe elitärer Kreis unter den Anwendern, die eine stolze Summe für ihre Highend-Systeme investiert haben, vor den Kopf gestoßen werden. Die Eckdaten des unscheinbaren Billigheimers lauten: Pentium D 805, getaktet mit 2.66 GHz und ausgestattet mit zwei CPU-Kernen samt 64-Bit-Support. Beim Fachhändler um die Ecke geht der Geheimtipp für ein Taschengeld über den Ladentisch - für unsere Test-CPU haben wir lediglich 120 Euro gezahlt. Die Sensation war perfekt, als die ersten Leistungsdaten aus dem Münchner THG-Labor verfügbar waren: Stabiler Betrieb bei 4.1 GHz ohne großen Mehraufwand bei der Kühlung!

Wie schrieb doch vor Jahren ein besonders engagierter Leser, als die Jagd nach Overclocking-Rekorden noch an der Tagesordnung war: "Ich rippe Dich zu Boden...". Damit hatte er die Performance beim Video-Encoding gemeint, die ein kräftig übertaktetes System gegenüber einem PC von der Stange bot. Und es gab schon einmal eine ähnliche Situation - ambitionierte Anwender wissen wovon die Rede ist: Der Intel Celeron 300A - ab Werk mit 300 MHz getaktet, konnte problemlos mit 450 MHz laufen. Letztendlich wies diese Low-cost-CPU einen x-fach teureren Pentium II/400 klar in die Schranken.

Gibt es für ein Taschengeld: Intel Pentium D 805 zum Preis von 120 Euro.

Mit dem Pentium D 805 hat Intel eine ganz unscheinbare (Billig-) CPU im Portfolio, die durch simples Hochtakten auf 4.1 GHz die Spitze in der Premium-Klasse erreicht. Für die Freunde des Übertaktens bedeutet das ganz klar: Der AMD Opteron 144, bis vor kurzem noch die Overclocking-Empfehlung schlechthin, wird vom Pentium D 805 vom Thron gestoßen. Letztgenannter ist billiger in der Anschaffung und deutlich besser in der Performance, zumal es sich um einen Doppel-Kern-Prozessor handelt - der Konkurrent bietet nur einen Kern.

Die gerade geöffnete Verpackung des Intel Pentium D 805 - eingekauft in der Münchner Computermeile.

Ansicht der Pentium D-CPU im Gerätemanager.


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