USA: Internet Provider und Spammer arbeiten Hand in Hand

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18:54 - 23. Mai 2003 von Fritz

Einige ISPs hätten Verträge mit Bulk-Mailern und öffnen gegen entsprechende Bezahlung ihre Netze, so Ronald Scelson, Programmierer aus dem US-Bundesstaat Louisiana, einem Bericht der Washington Post zufolge. In so genannten "Pink Contracts" wird Geld von den Spammern gefordert, genau wie von normalen Werbepartnern.

Unter dem Schutz von Geheimvereinbarungen ist es den Versendern auch möglich, rechtlich fragwürdige Angebote zu verschicken. Die Spam-Filter würden deshalb auch absichtlich nicht für einen maximalen Schutz konzipiert. Die zusätzliche Einnahmequelle wird von den meisten ISPs erst dann aufgegeben, wenn die Enttarnung der Geschäftsbeziehungen durch eine Anti-Spam-Initiative droht, berichtete der Bulk-Mailer weiter. Erst dann bemühen sich die Provider, die Aussendungen effektiv zu blockieren.

E-Mail-Werbung sei akzeptiert, so Scelson, der die Response-Rate auf seinen Werbemüll mit ein bis zwei Prozent angibt. Der größte Verkaufserfolg sei bisher ein Sonderangebot für Norton SystemWorks gewesen, erläuterte der Spammer, der nach eigenen Angaben über sein Unternehmen keine pornografische Reklame verbreitet. Binnen zwölf Stunden verlassen 120 Millionen bis 180 Millionen E-Mails die Computersysteme von Scelson.

Der anwesende AOL-Vizepräsident Ted Leonsis legte dar, dass im gesamten Netz seines Unternehmens täglich 2,4 Milliarden elektronische Werbesendungen blockiert würden. Scelson warf dem Onlinedienst daraufhin direkt vor, seinen Kunden selbst unverlangte Werbung zuzustellen. Auf Nachfrage des Senators Conrad Burns verteidigte Leonsis sich damit, das sein Unternehmen eine "Opt out-Funktion zur Verfügung stellen" würde.

Quelle: Tom's Hardware

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