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Vergleich der GeForce2-Serie: Welcher Chip ist sein Geld wert?
1 - GeForce2 - Aber Welcher?

Mit der Vorstellung des neuen GeForce3-Chips zeigte nVIDIA vor wenigen Tagen der Konkurrenz einmal mehr die Rücklichter. Die Bezeichnung "Killer-Chip" trifft zu, denn vergleichbare Produkte der Mitbewerber werden sowohl bei Feature-Reichtum als auch bei der 3D-Performance deklassiert.
Laut Statistik ist der TNT2 Ultra noch immer der meistverkaufte Chip, da dieser von beinahe allen Systemintegratoren in günstigen Komplettsystemen eingesetzt wird. Doch der Oldie ist im 3D-Bereich heute etwa so schnell wie ein Smart auf der Autobahn: Schneller kann er eben nicht.
Anders sieht es bei der GeForce2-Familie aus. Chips dieser Serie besitzen eine hohe Attraktivität, zudem in Kürze die Preise purzeln werden. Die fünfköpfige Familie setzt sich wie folgt zusammen: Der GeForce2 MX, der vielseitigste Chip mit TwinView-Funktion für die Ausgabe auf zwei Monitoren, der GeForce2 Go für Notebooks, GeForce2 GTS und Pro im Performance-Segment sowie das Spitzenmodell, der GeForce2 Ultra mit 250 MHz Chiptakt. Einzig ATI ist derzeit in der Lage, hinsichtlich der gebotenen 3D-Features mit nVIDIA mitzuhalten. Der High-End Bereich ist dagegen fest in der Hand von nVIDIA. Fast schon eine Tradition, die man mit dem GeForce3 fortführen will. Nachfolgend analysieren wir die Preise für Grafikkarten. Der GeForce2 Go ist nicht mit aufgeführt, da er nur in Notebook-Systemen zum Einsatz kommt.
| Chip | typ. Speicher | Kartenpreise |
|---|---|---|
| GeForce2 MX | 32 MB | 240 bis 400 DM |
| GeForce2 GTS | 32 oder 64 MB | 450 bis 700 DM |
| GeForce2 Pro | 64 MB | 550 bis 900 DM |
| GeForce2 Ultra | 64 MB | 800 bis 1200 DM |
Stand: 12. März 2001
Bei Preisen zwischen 240 und 400 Mark ist der GeForce2 MX der attraktivste 3D-Chip. Das Preisspektrum wird im Wesentlichen durch die Ausstattungsmerkmale TV-Ausgang und Twinview (zweiter Monitorausgang) bestimmt. Ein einfaches Modell mit dem GeForce2 GTS gibt es bereits ab 450 Mark, 700 Mark sind für ein 64-MB-Modell fällig. Das Topmodell mit GeForce2 Ultra und 64 MB kostet heute zwischen 800 und 1200 Mark. Wer an den GeForce3 denkt, sollte schon einmal ein paar Aktien abstoßen: Unter 1500 Mark geht vorerst nichts.
Das Kuriosum: Gigahertz-Prozessoren von Intel oder AMD sind billiger als Highend-Grafikkarten. Noch vor zwei Jahren wäre dies undenkbar gewesen. Wo ist Ihr Geld also am besten angelegt: In einem schnellen Prozessor oder einer schnellen Grafikkarte?
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