Verschleiert AMD die Fehler in seinen Produkten?
5 - AMD führt Retail-Käufer an der Nase herum
Als ob es nicht schon lächerlich genug ist, AMD führt die Käufer von Retail-Produkten einfach an der Nase herum. Die zwei großen OEMs, die beträchtliche Mengen an Athlon-Systemen ausliefern (Sie können die Namen ziemlich schnell erraten) kennen natürlich das Irongate/Geforce-Problem, aber möchten nicht auf den Geforce verzichten. Offensichtlich stimmen sie nicht mit AMDs Meinung überein und lassen den Geforce bei seiner wahren Geschwindigkeit, nämlich AGP 2X laufen. Was ist das Ergebnis? Diese zwei OEMs verwenden kundenspezifische Motherboards, die den AGP-2X-Bug nicht besitzen. Deshalb können sie Athlon-Systeme mit Geforce anbieten, die wirklich mit AGP 2X funktionieren. AMDs Statement auf seiner Website trifft dann natürlich zu.
Jedoch soll keiner der armen Retail-Kunden was davon erfahren, denn es könnte nicht nur den Ruf des Athlons sondern auch von AMD als Firma verschlechtern. Vielleicht sollten wir AMD fragen, ob sie mit der Meinung von Michael Dell zumindest teilweise übereinstimmen. Hier finden Sie sein Interview . Dell meinte, jeder der Teile in seinem PC austauscht (wie es Retail-Käufer öfters tun) gehört zu einer "wahnsinnigen Randgruppe". Offensichtlich scheint sich AMD nicht für uns Wahnsinnige zu interessieren und wir können weiterhin Motherboards kaufen, die in der Praxis nicht der AGP-2X-Spezifikation entsprechen. Die OEMs bekommen natürlich einen Fix, weil sie halt wichtiger sind. Geld regiert die Welt. Geld der Retail-Käufer ist genauso viel wert wie das der anscheinend anspruchsvolleren aber weniger durchgedrehten OEM-Kunden. Warum nicht nehmen? Offiziell spielt man das Problem herunter, indem man NVIDIA indirekt an den Pranger stellt und selbst behauptet, dass wundervolle interne Tests zeigen, dass es egal ist. Nvidia kehrt das Problem einfach unter den Teppich. Ich frage mich, wie Sie darüber denken.
Super Bypass - Wie man einen Bug als neue Funktion verkauft
Nachdem ich das Ganze herausgefunden habe, können Sie sich sicherlich gut vorstellen, dass ich eine gehörige Portion Respekt für AMD verloren habe. Kommen wir nun zum Super Bypass. Diese Funktion war ursprünglich als Standard-Setting beim Irongate geplant. Leider hatte es AMD in den ersten vier Revisionen des Chipsatzes nicht geschafft, den Bug im "Super Bypass" zu entfernen. Besitzen Sie etwa ein Irongate-Motherboard ohne Super Bypass und fühlen Sie sich dann nicht verarscht? Glauben Sie etwa, dass AMD Ihr fehlerhaftes Motherboard durch eine neuere Revision ersetzt, das den Super Bypass besitzt? Nein? Ich weiß, warum! AMD benutzt das Super-Bypass-Problem, um seine Verkaufszahlen zu steigern. Ich möchte nicht wissen, wie viele Athlon-Besitzer ihr erstes Irongate-Board wegwarfen, um es mit einem aktivierten Bypass zu ersetzen. Auf diese Weise macht AMD zweimal Geld. Ist das fehlende Super-Bypass-Merkmal jemals als ein Erratum in den Revisionen 1 bis 4 veröffentlicht worden? Ich konnte es nicht finden. AMD verkaufte Ihnen ein Bugfix als neue Funktion. Kommt mir bekannt vor. AMD hat bestimmt Unterricht in Redmond genommen.
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Also einen Moment mal... Ihr reitet hier auf dem TLB-Bug des AMD-Prozessors rum bis zum Geht-nicht-mehr und beim Intel-Prozessor heißt es "Ja, das passt schon". Intel hat genau so viele Fehler wie AMD, und bei Intel wird wohlwollender darüber hinweggesehen als bei AMD.
17. Februar 2000

Würdet Ihr bitte diese Art der Leichenschändung in Zukunft unterlassen und mal aufs Datum gucken, bevor Ihr losplärrt und fast 9 Jahre (!) alte Threads wieder ausgrabt, nur um Eurem Fanboytum zu huldigen? Der Artikel war seinerzeit übrigens völlig berechtigt.
Das zeigt übrigens nur, dass viele noch nicht mal lesen, was sie da kritisieren. Klicke auf den Artikel und lies gefälligst erst mal, worum es darin überhaupt geht
Fanboys...