Virtuelle Standleitung durch DSL-Kanalbündelung

10:47 - Freitag, 16. März 2007 von Michael Thieroff
Quelle : Tom's Hardware – Kategorie : Weitere...
Tags: viprinet, multichannel, vpn, router 0 Kommentare

Viprinet stellt seinen Multichannel VPN Router vor, der es möglich macht, bis zu sechs DSL-Anschlüsse zu einer virtuellen Standleitung zu bündeln.

Aber auch andere Netzzugänge wie WLAN, Kabelmodems oder auch UMTS kann das System zusammenfassen, so der Hersteller auf der Cebit in Hannover. Fast zwei Jahre haben die Entwickler an dem Gerät getüftelt.

Modems für gängige Leitungstypen stehen dabei direkt als Moduleinschübe für den Router zur Verfügung, für exotischeres lassen sich auch externe Modems anschließen.

Durch die Bündelung wird das Risiko eines Gesamtausfalles der Anbindung auf die Leitungen verteilt. Mit der Anzahl der Leitungen sinkt die Ausfallzeit pro Jahr exponentiell. Während ein einzelner DSL-Anschluss nur über eine Verfügbarkeit von 97 Prozent im Jahr verfügt, das entspricht elf Tagen Ausfall, lassen sich durch Bündelung von nur drei dieser Leitungen bereits 99,99 Prozent erreichen, so das Unternehmen.

Die mit dem System erzielbaren Bandbreiten gibt Viprinet wie folgt an: Bündelt man beispielsweise sechs ADSL2+-Anschlüsse mit jeweils 16 Mbit/s Down- und 1 MBit/s Upstream, kommt man auf 96/6 MBit/s. Nach Angaben von Viprinet werden diese durch den integrierten IP-Optimizers auch von Einzelverbindungen komplett genutzt.

Im Vergleich zu Standleitungen könnten laufende Kosten eingespart werden. Durch den Umstieg auf DSL-Bündelung ließen sich bis zu 80 Prozent gegenüber dem vom Ex-Staatsmonopolisten dominierten Standleitungsmarkt einsparen, so die Firma.


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