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SIP ist die Abkürzung von S ession I nitiation P rotocol - einem zu H.323 konkurrierenden Standardprotokoll im VoIP-Bereich. (auf H.323 gehen wir hier später ein.)
Der erste SIP-Entwurf erfolgte übrigens nicht in den USA, sondern in Berlin durch Prof. Hennig Schulzrinne, der zuvor RTP spezifizierte. SIP dient zur Übertragung von Echtzeitdaten, beispielsweise Audio- oder Video-Daten.
Wie funktioniert ein Anruf unter SIP?
Ein SIP-Client (etwa ein Rechner mit Softphone oder ein IP-Telefon) meldet sich normalerweise bei einem SIP-Server an. Dieser fungiert als Proxy und registriert die IP-Adressen seiner Clients.
Soll ein Anruf auf eine SIP-Adresse erfolgen, so wird die SIP-Adresse ähnlich der eMailadresse aufgelöst und ermittelt, über welche IP-Adresse der Anzurufende erreichbar ist. Anschließend werden der Anruf und alle Anfragen an den gewünschten Gesprächspartner weitergereicht. Die Sitzungsabläufe können dann direkt zwischen den SIP-Clients ablaufen.
Es ist nicht ständig gewährleistet, dass ein Client erreichbar ist und schon gar nicht unter immer derselben IP-Adresse.
Für SIP-Telefonie können Sie sowohl IP-Telefone und -Adapter als auch PC-Telefone (PC + Softphone + Sprechgarnitur) verwenden.

