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Volle Dröhnung: 11 Hifi-Kopfhörer im Test
Inhaltsverzeichnis
- 1 – Haste Töne?
- 2 – Schallisolierung: Gut oder schlecht?
- 3 – Tests und Auswertung
- 4 – Tests und Auswertung, Fortsetzung
- 5 – Versteckte Gefahren
- 6 – Muschelkopfhörer
- 7 – Klangtests
- 8 – Koss PortaPro: Der altbewährte Klassiker
- 9 – Technische Merkmale
- 10 – Klangtests
- 11 – Creative HQ-1700: klassisch, aber dunkel
- 12 – Klangtests
- 13 – Creative HN-700: Die Mitten sind nicht da
- 14 – Technische Merkmale
- 15 – Klangtests
- 16 – Sennheiser PX200: Qualität, auf die man zählen kann
- 17 – Klangtests
- 18 – Sennheiser PXC250: Mehr Qualität, weniger Geräusche
- 19 – Klangtests
- 20 – Ohrstöpsel
- 21 – Klangtests
- 22 – Creative EP-630: Etwas für Ihre Ohren?
- 23 – Klangtests
- 24 – Sennheiser MX500: Ohrhörer, die nicht wehtun
- 25 – Klangtests
- 26 – Sennheiser MX550: Das Gleiche in Grün?
- 27 – Klangtests
- 28 – Sony MDR-EX71SL: Autsch!
- 29 – Technische Merkmale
- 30 – Klangtests
- 31 – Fazit: Zwei Favoriten

Unter den Begriff "Kopfhörer" fallen einige ganze Reihe von Produkten verschiedener Bauformen und Technologien. Wir aber werden uns hier auf Modelle für mobile Anwendungen beschränken. Aber auch in dieser Kategorie herrscht noch eine große Vielfalt. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, den Ton "ins Ohr zu bringen", von denen jede ihre speziellen Vor- und Nachteile bietet und für unterschiedliche persönliche Vorlieben und Hörgewohnheiten mehr oder weniger geeignet ist.
Akustische Kopplung: Der gute Sitz - ein entscheidender Punkt
Wenn Sie den Kopfhörer leicht vom Kopf abheben, werden Sie feststellen, dass sich der Klang völlig ändert. Die Bassfrequenzen (und sogar die Mittelfrequenzen) verschwinden, und man hört nur noch die hohen Töne. Dieses Phänomen ist wohl bekannt und macht sich für die Umstehenden störend bemerkbar. Man hört von außen nur ein "Chicka-chicka-chicka" und eine Art Zischen - rhythmisch zwar, aber für den unfreiwilligen Zuhörer nicht gerade ein Genuss. Damit ein Kopfhörer das gesamte Audiospektrum wiedergeben kann, muss er sich genau wie vom Designer vorgesehen exakt ans Ohr anschmiegen.
Die traditionellste Ausführungsform speziell bei Kopfhörern für Stereoanlagen sind ohrumschließende oder "Muschelkopfhörer", wobei der Kopfhörer das gesamte Ohr bedeckt und auf dem Schädelknochen aufliegt. Diese Geräte sind natürlich recht sperrig, aber dafür auch sehr angenehm, weil auf dem Ohr selbst meist überhaupt kein Druck lastet. Die Modelle sind gut gebaut, die akustische Kopplung ist annähernd perfekt.
Die inzwischen häufig anzutreffenden "ohraufliegenden" oder Mini-Kopfhörer sitzen direkt auf dem Ohr selbst und können deshalb leichter und weniger sperrig gebaut werden. Allerdings sitzen sie eventuell etwas schlechter als Muschelkopfhörer, und auch der Komfort leidet, wenn die Ohrauflagen etwas zu schwer sind oder zu fest auf die Ohren drücken. Es gibt verschiedene Befestigungsmöglichkeiten für diese Art von Kopfhörer, durch einen Standard-Bügel, Halsbügel oder Ohrclip.
Der häufigste Kopfhörertyp für tragbare Audiogeräte ist der Ohrstöpsel. Er ist klein, von leicht abgeflachter runder Form und wird in die Ohrmuschel eingesetzt. Diese Kopfhörer haben den Vorteil, dass sie praktisch, sehr leicht (selbstredend) und überall verstaubar sind. Andererseits gibt es hier nur wenig wirklich gute Modelle, die Qualität der meisten Ohrstöpsel ist ziemlich bescheiden. Die Passform am Ohr ist häufig sehr schlecht, und in den meisten Fällen werden die unteren Frequenzen nur mangelhaft wiedergegeben.
Dann wäre da noch der neueste Typ: "In-Ear"-Kopfhörer, die direkt in die Gehörmuschel eingeführt werden. Das System wurde von Hörgeräten und den "Monitorsystemen" von Musikern auf der Bühne abgeschaut. Das Problem ist, dass Hörgeräte und Monitor-Kopfhörer im Silikon-Gießverfahren genau an die Anatomie des Trägers angepasst werden, was bei Ohrsteckern für eine breite Masse natürlich nicht möglich ist. Echte Monitor-Kopfhörer kosten einige Hundert bis Tausende von Euros. Daher ist bei In-Ears auch die akustische Kopplung ein häufiges Problem, vor allem weil man hier schon bei minimalem Verrutschen möglicherweise gar nichts mehr hören kann. Für dieses Problem werden verschiedene Lösungen angeboten, von denen einige besser funktionieren als andere und die je nach Benutzer mehr oder weniger geeignet sind, wie wir im Folgenden sehen werden.
