Quelle: Tom's Hardware – Mehr über: wasserkühlung, reinigung, schlauch
Schwerpunkte: Hardware, Praxis
Zwei Jahre Dauerbetrieb: PC-System mit Wasserkühlung
Der heiße Sommer besteht bevor. Höchste Zeit um geknickte Leitungen, verdreckte Lüfter, Wärmetauscher und Wasser zu kontrollieren. Damit die Kühlleistung wieder stimmt. Praxis mit Koolance. Wenn die Wassertemperatur bei einer Wasserkühlung stetig ansteigt, dann sollte die Ursache möglichst schnell gefunden werden. Denn eine derartige Kühlung in einem PC-System verspricht sehr hohe Kühlleistung bei gleichzeitig sehr niedrigem Betriebsgeräusch. So ist beispielsweise das System Koolance Exos-AL seit zwei Jahren im redaktionellen Dauereinsatz. Doch in letzter Zeit ließ die Kühlleistung stark nach, bemerkbar durch ein hohes Lüftergeräusch. Letzteres entsteht durch höhere Drehzahlen, die auf die automatische Temperaturregelung zurückzuführen sind. Das bedeutet konkret, dass das Kühlsystem mehr Flüssigkeit durch den Wärmetauscher pumpen muss, um die gleiche Kühlwirkung zu erzielen. So wird letzten Endes der Volumenstrom erhöht. Bei unserem Exemplar in Form der Koolance stieg in den vergangenen Wochen die Wassertemperatur von üblicherweise 30 bis 32 Grad um fast 10 Grad auf 42 Grad Celsius. Das ist entschieden zu viel im Normalbetrieb, auch wenn es sich um ein übertaktetes System mit knapp 4 GHz Taktrate handelt. Wohlgemerkt beträgt die (Umgebungs-) Raumtemperatur 23 Grad Celius.
Stammleser erinnern sich sicher noch an den Artikel PC im Eigenbau: Dual 4 GHz für 600 Euro, den wir im Mai 2006 veröffentlicht haben. Dieses System läuft nun seit zwei Jahren im Dauerbetrieb, letzten Endes ist es auch als eine Art Dauertest anzusehen. Bis auf das Turnus-mäßige Abstauben der Lüfter und das Nachfüllen von zirka 10 ml Wasser innerhalb von jeweils 5 Monaten gab es keine Wartungsarbeiten.
Unser PC arbeitet mit der externen Wasserkühlung von Koolance des Typs Exos AL. Der Vorteil dieses Systems besteht in dem sehr großen Wärmetauscher. Zum Wärmeaustausch sind an der Oberseite der Exos drei 80-mm-Lüfter angebracht, die mit verschiedenen Spannungen (5V und 12V) versorgt werden können. Die Einstellung wird mit dem Mode-Schalter an der Gehäusefront vorgenommen. Die Modi 1 und 2 sind bei einer Temperatur bis 35°C identisch (Lüfterspannung 5 V), bei einer Temperatur über 35°C werden die Lüfter auf maximal 12 V geregelt (40°C). Im Mode 1 werden die Lüfter erst ab 45°C mit 12 V betrieben und im Mode 3 ständig. Ab 50°C gibt es einen akustischen Alarm und bei einer Temperatur über 53°C schaltet sich das PC-System ab.
Während wir die ersten Wasserkühlungs-Sets bereits im Jahre 2000 untersuchten und sich die Eignung auf wenige Enthusiasten beschränkte, so gehört heute die Anschaffung bei einem viel größeren Kundenkreis zum guten Ton. Hersteller wie Corsair, Koolance und Innovatek haben längst die Zeichen der Zeit erkannt und bieten Komplett-Kits mit aufeinander abgestimmten Komponenten an. Das die Installation immer noch nicht so schnell vonstatten geht, liegt häufig am Motherboard oder dem PC-Gehäuse.
Im Server-Umfeld kommen verstärkt indirekte Rack-Wasserkühlungen zum Einsatz, die sich vor allem bei dicht gepackten Blade-Server-Schränken empfehlen.
Hier ein Auszug interessanter Artikel zum Thema Wasserkühlung bei Tom’s Hardware:
- Oberklasse: 7 Wasserkühlungen für AMD und Intel (15. September 2004)
- Stille Wasser: Vier externe Flüssigkühlungen im Vergleich (29. Juni 2004)
- Portable Hochleistungs-Wasserkühlung: Corsair Hydrocool200 (13. Juni 2003)
- Wasserkühlung im Eigenbau: Lautlos & eiskalt (1. Juli 2002)
- Wasserkühlung: Vier Power-Kits ab 200 € (10. Dezember 2001)
- Radikal-Kosmetik: Wasserkühlung von Koolance (22. Oktober 2001)
- Viel Kult wenig Kultur: PC-Gehäuse mit Wasserkühlung von Koolance (27. Juni 2001)
- Im Eigenbau: Wasserkühlung für 300 Mark (14. Mai 2001)
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Interessant wäre mal zu sehen wie die Kühler für die CPU nach der Zeit von innen aussehen ob sich da was abgelagert hat etc.
Gab ja öffter bei Innovatek das Problem das der PRO Zusatz mit dem man ja normales Leitungswasser benutzen kann extreme Ablagerungen und Korosion von Alu/Kupfer Kühlkörpern fördert.
So von aussen mal absaugen und feucht durchwischen...weiß nicht ob man dazu extra nen Artikel schreiben muss^^
Ich hab uebrigens Innovatek Protect mit dest. Wasser in meiner Wakü, dank einer Plexiglasplatte als Deckplatte meines CPU-Blocks kann ich das Kupfer in meinem Kühler sehen und es ist noch total fit ^^
Und wenn nicht kann man ja immernoch Sandstrahlen dann ist alles wieder supi.
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Filtermatten vor die Lüfter ist natürlich gut weil besser für die Lüfter (Haltbarkeit), aber die Lüfter werden (etwas) lauter und man muss die Filter häufiger absaugen als man die Lüftern allein sauber machen müsste.