Wegen Wahlmaschinen-Skandal? Siebel-Gründer tritt zurück

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17:21 - 4. Mai 2004 von Fritz

Der Gründer des Unternehmens übergibt die Unternehmensführung an einen IBM-Topmanager. Im Internet wird bereits gemunkelt, der wahre Grund für den Rücktritt seien Probleme mit Siebels angreifbaren Wahl-Computern.

Thomas M. Siebel, Gründer und langjähriger Chef des Software-Hauses Siebel Systems, tritt zurück. Wie die US-Wirtschaftszeitung Wall Street Journal heute berichtet, wird er von J. Michael Lawrie, einem Topmanager von IBM als President und Geschäftsführer abgelöst. Eine offizielle Bekanntmachung durch das Unternehmen wird noch für den heutigen Tag erwartet.

Siebel muss sich bei dem Anbieter für Customer Relationship Management-Software künftig mit dem Posten des President ohne Befehlsgewalt zufrieden geben. Warum Siebel zurücktritt, wurde nicht bekanntgegeben - was sofort zu einer Reihe von - unbewiesenen - Vermutungen der in Verschwörungstheorien erfahrenen Internet-Diskussionsgruppen-Nutzer führte. Die Finanzen seien es, meinen die einen, die Blamage mit angreifbaren Wahl-Computern wäre es, meinen die anderen.

IBM hatte heute bereits angekündigt, dass Lawrie das Unternehmen verlassen würde. Lawrie war zuvor bei IBM Senior Vice President für Worldwide Sales und Distribution. IBM hat nun im gleichen Zug sein Top-Management weitgehend umgestellt, nachdem Michael Lawrie seinen Wechsel zu Siebel Systems ankündigte.

Die Umstellungen kamen ebenso wie die Umbesetzung der Siebel-Führung überraschend. Nach Angaben des IBM-Vorstandes sei aber durch den Wechsel eine höhere Integration bei der Leitung der verschiedenen Unternehmensbereiche erreicht worden.

Quelle: Tom's Hardware

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