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Fazit: Vernunft siegt

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18:00 - 24/12/2003 von Patrick Schmid

Abgesehen von den eindeutigen Testergebnissen zeigt unsere Preis-/Leistungs-Auswertung klar, dass die Mehrleistung von CPUs am oberen Ende in keinem vernünftigen Verhältnis zum Mehrpreis steht. Dennoch darf das Ergebnis nicht als Verteufelung hoch getakteter Prozessoren gesehen werden.

Oft genug gibt es Aufgaben, die ohnehin viel Zeit beanspruchen - so etwa das Encodieren eines Urlaubsvideos nach MPEG-2 oder MPEG-4 oder das Packen großer Datenmengen. In diesen Fällen ist man dann eher geneigt, für einen schnelleren Prozessor mehr Geld auszugeben. Außerdem liegen viele Prozessoren inzwischen in einem Preisbereich, der für viele Anwender bezahlbar ist - sofern man sich nicht an die Grenze von 3 GHz heran wagt.

Im Spielesektor kommt derzeit für die Prozessorhersteller erschwerend hinzu, dass nur wenige Programme wirklich schnelle CPUs voraussetzen. Ein Grund für diese Entwicklung ist die Verlagerung grafikintensiver Operationen auf die Grafikkarte, ein anderer ist die nach wie vor spannende Konkurrenzsituation zwischen AMD und Intel, die in puncto Leistungsfähigkeit die Anforderungen moderner Standardsoftware schon lange überflügelt hat. Im professionellen Bereich sieht das ganze freilich anders aus, denn wo ein bestimmter Bedarf vorherrscht, muss mit Leistung geantwortet werden.

Für viele Heimanwender bleibt Overclocking eine interessante Option, um den Rechner doch noch ein wenig zu beschleunigen. Wie die Testergebnisse mit den übertakteten Einstiegsmodellen Athlon XP 2600+ beziehungsweise Pentium 4 2,6 GHz zeigen, sind bei vielen Benchmarks deutliche Zugewinne möglich. Als Wehrmutstropfen bleibt jedoch immer noch die Ungewissheit, ob der Wunsch-Prozessor die beabsichtigte Taktsteigerung auch zuverlässig über sich ergehen lässt. Etwas Glück gehört letzten Endes einfach dazu.

Einsteigern kann eindeutig zum Athlon XP zwischen 2600+ und 2800+ geraten werden, denn eine brauchbare Plattform mit 512 MB Speicher ist nicht teuer und taugt ohne weiteres für die kommenden 18-24 Monate.

Der Pentium 4 bietet etwas bessere Leistungsreserven und auch der Sockel 478 ist mit 3,2 GHz vermutlich noch nicht am Ende, so dass die Mehrinvestition beim Prozessor durch eine bessere Zukunftstauglichkeit belohnt wird.

Statussymbole für die oberen Zehntausend bleiben der AMD Athlon 64 FX und Intels Pentium 4 in der Extreme Edition. Mit knapp 750 über 1.000 Dollar kann man heute schließlich gleich einen kompletten Rechner kaufen - und der macht unter dem Weihnachtsmarkt wesentlich mehr her.

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